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Mitsubishi i-MiEV: Elektroauto verliert nach kurzer Zeit 17 Prozent Akkukapazität

Der österreichische Automobilclub hat bei einem Langzeitversuch festgestellt, dass der Akku eines Elektroauto s nach drei Jahren etwa 17 Prozent seiner Kapazität einbüßt. Schuld könnten Schnell-Ladefunktionen haben.
/ Andreas Donath
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Mitsubishi i-MiEV verliert schnell Akkukapazität (Bild: Mitsubishi)
Mitsubishi i-MiEV verliert schnell Akkukapazität Bild: Mitsubishi

Angesichts der ohnehin geringen Reichweiten bei Elektroautos bedeutet das Ergebnis eines Dreijahrestests des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC(öffnet im neuen Fenster) für den Besitzer des Kleinwagens Mitsubishi i-MiEV erst einmal eine deutliche Einschränkung. Schon nach 40.000 Kilometern reduziert sich die Reichweite des Fahrzeugs im Alltag von 108 auf 90 Kilometer. Den Akku zu tauschen oder einzelne Zellen zu wechseln, ist sehr teuer.

Letztlich ist das im Falle des Mitsubishi-Elektroautos jedoch ein geringes Risiko für den Eigentümer. Die Garantie liegt bei 5 Jahren beziehungsweise 100.000 Kilometern. Geht der Akku vorher kaputt, wird er ausgetauscht. Bei 20 bis 30 Prozent Kapazitätsausfall schreiben die Hersteller den Wechsel vor.

Der ÖAMTC geht davon aus, dass bei anderen Herstellern aufgrund ähnlicher Akkutechnik das Problem ebenso bestehe.

Mitsubishi vermutet zu viele unvollständige Ladevorgänge

Mitsubishi selbst reagierte auf Rückfrage im österreichischen Magazin Format(öffnet im neuen Fenster) verwundert – der genannte Kapazitätsabfall sei zu hoch für die geringe Laufleistung. Er sei eigentlich eher bei 100.000 Kilometern zu erwarten. Möglicherweise seien zu viele Schnellladungen durchgeführt, und der Akku nicht regelmäßig vollständig geladen worden.

Bei BMW und Tesla sind es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) acht Jahre Garantie. Tesla schränkt die Fahrleistung(öffnet im neuen Fenster) in der Garantie nicht ein, während BMW nur für 100.000 km eine Garantie auf den Akku geben will. Unproblematischer sind Modelle, die mit einer Akkumiete angeboten werden. Renault vermietet beispielsweise bei seinen Elektroautos Twizy und Zoe die Akkus gegen eine monatliche Gebühr.


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