Abo
  • Services:

Mitmachprojekt: Wie warm ist es in euren Büros?

Wo sitzen die größten Frostbeulen und in welchen Büros wäre täglich Hitzefrei angebracht? Golem.de startet ein Citizen-Science-Projekt und ruft seine Leser zum Basteln auf.

Artikel von veröffentlicht am
Der Kampf um die Bürotemperatur
Der Kampf um die Bürotemperatur (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

"Mach doch mal das Fenster zu! Ich erfriere!" - "Dann zieh dir doch mehr als ein T-Shirt an, ich ersticke hier!" Solche Dialoge gehören zum gängigen Repertoire in jedem Büro, der Kampf der Eis- gegen die Heiß-Fraktion dauert bereits eine Ewigkeit. Und selbst die Fachwelt ist sich uneinig. Facebook glaubt, 15 Grad seien die ideale Arbeitstemperatur, Forscher der Uni von Cornell meinen dagegen, dass 25 Grad optimal seien.

Stellenmarkt
  1. Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. IT2media GmbH & Co. KG, Nürnberg, Leipzig, München

Golem.de will wissen, zu welcher Fraktion unsere Leser neigen und bei welcher Temperatur sie sich am produktivsten fühlen - und damit auch den ersten Sprung in den Datenjournalismus wagen.

Mach es zu deinem Projekt!

Doch was hat das mit IT zu tun? Einfach unsere Leser zu bitten, regelmäßig das Thermometer zu zücken und den Wert in ein Formular einzutragen, ist uns zu langweilig. Und es wäre für eine längere Messreihe auch zu unzuverlässig. Stattdessen wollen wir unsere Leser zum Basteln anregen und mit einer Artikelserie zeigen, wie mit wenig Aufwand kleine Temperaturmessstationen mit Arduino und Raspberry Pi gebaut werden können. Die Messergebnisse werden regelmäßig per Ethernet oder WLAN an Golem.de übertragen.

  • Solch unschöne Szenen möchten wir zukünftig vermeiden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ob Raspberry Pi ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... Arduino oder auch ... (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... ESP8266. Wir werden Anleitung und Code für die verschiedensten Plattformen veröffentlichen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Fritzing-Zeichnungen helfen durch den Kabelsalat. (Abb.: Alexander Merz)
Solch unschöne Szenen möchten wir zukünftig vermeiden. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Die Daten sollen von April bis Juli erfasst werden. Im August wollen wir die Daten auswerten und präsentieren. Dabei soll am Ende nicht nur ein einzelner Durchschnittswert aller Messungen stehen. Vielmehr wollen wir regionale und zeitliche Unterschiede erkunden. Sollten Fans warmer Büros lieber einen Job in München oder Hamburg suchen? Ist es morgens tatsächlich immer kühler im Büro als nachmittags oder ist das nur ein Trugschluss? Gelingt es uns sogar herauszufinden, wann in den Büros unserer Leser eigentlich gearbeitet wird?

Für eine solche Auswertung brauchen wir mehr als nur einen reinen Temperaturwert. Wir wissen aber auch, dass unsere Leser sehr genau darauf achten, welche Daten sie preisgeben. Deshalb sind alle weiterführenden Angaben zur Messung, wie etwa der Ort, optional. Um den Temperaturverlauf in einem Büro auswerten zu können, muss sich außerdem ein Messwert einem Sender zuordnen lassen - aber auch dies ist optional. Für die maximale Anonymität erfolgt dies nur über einen Token, dessen Wert einmal zufällig generiert wird. Nähere Informationen und technische Details dazu erläutert diese Webseite.

Anleitungen stehen bereit

Wer bereits loslegen will, findet ebenfalls auf der Projekt-Webseite und unserem Repository auf Github die notwendigen Informationen wie auch Quellcodes für Arduino, Raspberry Pi, Particle Photon und ESP8266. Neben dem jeweiligen Rechner sind dann nur noch ein Steckbrett, ein Temperatursensor, zwei Widerstände und eine LED nebst Verkabelungsmaterial erforderlich. In unseren bereitgestellten Codebeispielen verwenden wir den populären DS18B20-Sensor für die Temperaturmessung.

Für alle, die sich noch bei der Plattform unsicher sind oder erstmalig Elektronikbasteleien ausprobieren wollen, veröffentlichen wir im Laufe der nächsten Tage entsprechende Bastelanleitungen. Die Links zu den Bauanleitungen werden wir auch in diesem Artikel nachtragen.

Bislang veröffentlichte Bauanleitungen für:

Wenn die Lieblingsplattform oder der Lieblingssensor hier nicht genannt wurden oder eure eigene Lösung sowieso viel besser funktioniert: her damit! Gern verlinken wir auch die Bauanleitungen und Quellcodes unserer Leser.

Auch Hobbystatistikern und Berufsforschern wollen wir Material an die Hand geben. Unseren Datenbestand wollen wir am Ende des Projekts allgemein zur Verfügung stellen. Vielleicht finden einige damit Zusammenhänge, die uns entgangen sind.

Eine vorläufige Auswertung haben wir inzwischen hier veröffentlicht: Frostbeulen, zieht nach Österreich!.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

pflanze 08. Mär 2017

Kann ich dir verraten - ich lebe in den USA (Suedstaaten) und habe eine Klimanlage zu...

ChriDDel 19. Aug 2016

Nimm ein ESP8266. Wemos D1 mini z.B.

ChriDDel 26. Mai 2016

;-) https://www.golem.de/projekte/ot/chart.php?token=

am (golem.de) 24. Mai 2016

Aktuell gibt es keinen festen Termin, an dem wir die Server abdrehen wollen. Wir werden...

spaetz 24. Mai 2016

Hi Golem, mir ist klar dass der wissenschaftliche Wert Eurer Datenbank gegen 0 geht. Aber...


Folgen Sie uns
       


Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert

Wir streamen und spielen mit 60 fps mit dem Fire TV Stick.

Cloudgaming mit dem Fire TV Stick ausprobiert Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /