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Ösi-Tux mit Thermometer
Ösi-Tux mit Thermometer (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Was wir gelernt haben

Mit den derzeit verfügbaren Programmierwerkzeugen ist es tatsächlich möglich, die Auswertung weitgehend zu automatisieren. Allerdings ist es nicht immer die einfachste oder attraktivste Methode. Der Import der Geodaten der deutschen Büros und ihre Zuordnung zu einem Bundesland erfordern in QGIS nur wenige Klicks. Ein entsprechendes R- oder Python-Skript oder eine MySQL-Lösung wären aufwendiger gewesen.

Als R-Einsteiger faszinieren uns auch die Möglichkeiten und die Bibliotheken der Sprache - was uns aber anfangs teilweise auch zu unnützen Auswertungen verleitete.

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Wir haben uns an der Möglichkeit berauscht, Videos der Temperaturentwicklung in den Büros und bei den Außentemperaturen auf einer Deutschlandkarte zu produzieren. Dabei haben wir einiges an Rechenzeit verschwendet, bis uns klar wurde, dass die Aussagekraft der Videos im Endeffekt sehr gering war. Auch den Gedanken, das produzierte (Daten-)Material wenigstens in Form einer interaktiven Grafik bereitzustellen, mussten wir aufgrund der hohen Datenmengen verwerfen. Es hat uns aber insofern geholfen, als die Videos ein effektiver Weg waren, Probleme im Datenbestand zu entdecken - zum Beispiel im Umgang mit den DWD-Wetterstationen. Außerdem war es ein gutes Training für spatiale Operationen und den Umgang mit Kartenprojektionen.

Nur noch mit Anmeldung

Was uns erheblichen Aufwand verursacht hat, sind die fehlerhaften Ortsangaben. Deren Erkennung und Korrektur sind ebenfalls alles andere als trivial und praktisch im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht sinnvoll automatisierbar. Dabei gilt es zu beachten, dass keine der Angaben an sich falsch oder betrügerisch war. Weiterhin überwog allein die Teilnahmedauer der Nutzer mit Token und Geoinformationen deutlich und gerade sie ermöglichten uns, weitergehende Untersuchungen anzustellen.

Wenn wir in Zukunft ähnliche Aktionen erneut durchführen sollten, halten wir es daher für sinnvoll, von einem registrierungsfreien Zugang abzusehen, die Anonymität soll dabei trotzdem gewahrt bleiben. Um fehlerhafte Ortsangaben auszuschließen, bietet sich im Rahmen der Registrierung an, die Ortsinformation zum Beispiel über eine eingebettete Openstreetmap- oder Google-Maps-Karte auszuwählen.

Dann ist auch eine vollautomatisierte Auswertung denkbar, inklusive häufigerer, regelmäßiger öffentlicher Darstellung der Ergebnisse.

Was noch wir vorhaben

Unsere Nutzer liefern immer noch Daten! Derzeit sind bereits 8 Millionen Messwerte in der Datenbank. Zum 1. Mai werden wir allerdings die entsprechenden API-URLs abschalten. Da dann ein Jahr vergangen ist, lohnt es sich, die Untersuchung noch einmal durchzuführen. Diesmal sollte es allerdings deutlich schneller gehen, da wir einen wesentlichen Teil der Aufgaben bereits automatisiert haben und auch fitter im Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen sind.

In diesem Zusammenhang wird sich auch zeigen, ob wir uns datenjournalistische Projekte und Analysen leisten können. Bislang sind in das gesamte Projekt mehr als 400 Arbeitsstunden geflossen - wovon ein beträchtlicher Teil auch Lehrzeit war. Gelingt es uns, diese Zeitdauer im zweiten Anlauf deutlich zu drücken, könnte es auf Golem.de zukünftig mehr davon zu sehen und zu lesen geben.

 Wie viele haben denn nun gemessen?

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H4ndy 15. Mär 2017

Seit Golem.de nur noch über SSL läuft, funktioniert mein kleiner ESP leider nicht mehr...

Eheran 09. Mär 2017

Weil das Luftfeuchte, also verdampftes Wasser, ist. So wie man bei kochendem Wasser...

am (golem.de) 09. Mär 2017

Da danken wir doch ganz besonders!

am (golem.de) 09. Mär 2017

Vielen Dank und der Fehelr ist gefixt!

am (golem.de) 09. Mär 2017

Vielen Dank für das Lob! Wegen Skript siehe hier: https://forum.golem.de/kommentare...



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