Mitfahrdienst auf neuen Wegen: Uber will eigenen Lieferservice aufbauen

Uber will ein neues Geschäftsfeld erschließen und bietet in Washington einen Dienst namens Corner Store(öffnet im neuen Fenster) über seine App an, mit dem alltägliche Bedarfsartikel geliefert werden.
Corner Store bringt frei verkäufliche Medikamente, Babybedarf, Toilettenartikel, Geschenkpapier, Kondome und viele andere Sachen(öffnet im neuen Fenster) , die man in der App bestellen kann.
Die Waren werden von einem Uber-Fahrer zum verabredeten Zeitpunkt an die gewünschte Adresse gebracht - allerdings nur von 9 bis 21 Uhr innerhalb der Woche. Bezahlt wird mittels der Uber-App bargeldlos.
Es ist vorstellbar, dass das kleine Liefersortiment von Corner Store später erweitert und die Liefergebiete ausgedehnt werden.
Die neue Geschäftsidee könnte sich für Uber als lukrativ entwickeln - denn ein Lieferantennetz haben sie bereits und aufgrund des kleinen Sortiments sind sie auch in der Lage, schneller zu liefern als beispielsweise Amazon. Amazon versucht derzeit in einigen US-Großstädten mit eigenen Lieferwagen einen Frischedienst für Lebensmittel zu etablieren.
Das System ist außerdem eine Möglichkeit, die Kundenbindung zu verstärken. Die Uber-App könnte nach und nach zu einer wichtigen Schnittstelle(öffnet im neuen Fenster) für die Benutzer werden, die für verschiedene Transportaufgaben herangezogen wird - auch für Leihwagen. Damit könnte Uber mit weiteren Branchen neben der Taxibranche konkurrieren, die weniger reguliert sind. Auch Krankentransporte ließen sich - entsprechende Genehmigungen vorausgesetzt - von Uber realisieren.
Solche Ideen hatte Vorstand Bill Gurley bereits angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Damit dürfte auch klar sein, weshalb Uber in einer Finanzierungsrunde reichlich Geld für die weitere Expansion erhielt: Das Unternehmen beschaffte sich von Investoren die Summe von 1,2 Milliarden US-Dollar.



