Mitarbeiter entlassen: Apple stoppt interne Entwicklung von Micro-LED-Displays
Apple setzt laut Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) seine interne Entwicklung von Micro-LEDs für die Apple Watch nicht mehr fort, wie mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichten. Das Projekt, das darauf abzielte, die neue Displaytechnik für Apples mobile Geräte einsatzbereit zu machen, wurde dem Bericht nach letztendlich als zu kostspielig und komplex erachtet.
Die Entscheidung, das Micro-LED-Display-Projekt zu beenden, habe zu einer Umstrukturierung der Display-Engineering-Teams und der Streichung von mehreren Dutzend Stellen in den USA und Asien geführt, berichtet Bloomberg. Die betroffenen Mitarbeiter haben demnach die Möglichkeit, innerhalb des Unternehmens eine andere Stelle zu finden. Diejenigen, die keine neue Stelle finden, werden gegen eine Abfindung entlassen.
Das Projekt war laut Bloomberg Teil einer umfassenderen Initiative von Apple, mehr eigene Technologien zu entwickeln, um sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Durch die Entwicklung eigener Displays hoffte Apple demnach, seine Abhängigkeit von Unternehmen wie LG Display und Samsung SDI zu verringern. Von diesen erhält Apple derzeit seine Displays.
Der Hersteller soll beträchtliche Ressourcen in das Projekt investiert haben und auch eine eigene Produktionsstätte für Bildschirme im kalifornischen Santa Clara mit Hunderten von Mitarbeitern aufgebaut haben. Dort sollte die Produktion von Micro-LED-Bildschirmen getestet werden.
Osram-Fabrik umsonst gebaut
Seit dem Mai 2023 ist bekannt, dass die deutsch-österreichische Firma AMS Osram ein neues Werk in Malaysia baut. Dieses sollte für die Produktion von Micro-LED-Displays verwendet werden. Einen ersten großen Kunden hatte der Konzern auch bereits: Apple. Doch daraus wird wohl nichts .
Project Titan abgesagt
Die Beendigung des Projekts für Micro-LED-Displays folgt auf die Entscheidung von Apple, die Arbeit an seinem Elektroauto mit dem Codenamen Project Titan einzustellen .
Die zuletzt knapp 2.000 Mitarbeiter des Projekts seien am 27. Februar 2024 von der Ankündigung überrascht worden, schrieb Bloomberg im gleichen Monat. Viele von ihnen sollen künftig an künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.
Von Apple gab es zunächst keinen Kommentar zu den Berichten. Der iPhone-Konzern hält sich bei potenziellen künftigen Produkten traditionell bedeckt.
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