Mitarbeiter: Apple wegen Slack-Einschränkungen vor Arbeitsbehörde
Das US-amerikanische National Labor Relations Board (NLRB) hat Vorwürfe gegen Apple erhoben und behauptet, das Unternehmen habe die Rechte der Arbeitnehmer auf kollektive Vertretung für verbesserte Arbeitsbedingungen behindert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) .
Im Mittelpunkt der Beschwerde der NLRB stehen Apples Beschränkungen der Nutzung von Social Media und der Arbeitsplatz-Messaging-App Slack durch die Mitarbeiter.
Die Arbeitsbehörde wirft Apple vor, rechtswidrige Arbeitsregeln bezüglich der zulässigen Nutzung von Slack aufgestellt zu haben. Darüber hinaus soll das Unternehmen einen Mitarbeiter entlassen haben, der Slack nutzte, um sich für Veränderungen am Arbeitsplatz einzusetzen. Das NLRB behauptet auch, dass Apple eine Atmosphäre geschaffen habe, die den Eindruck erwecke, dass die Mitarbeiter über soziale Medien überwacht würden.
Mit dieser jüngsten Beschwerde geht die NLRB diesen Monat bereits zum zweiten Mal gegen Apple vor. Erst letzte Woche beschuldigte die Behörde das Unternehmen, von Mitarbeitern die Unterzeichnung von Vertraulichkeits-, Geheimhaltungs- und Wettbewerbsverbotsvereinbarungen zu verlangen, die wohl illegal sind. In der vorherigen Beschwerde wurden auch Bedenken hinsichtlich übermäßig weit gefasster Richtlinien zu Fehlverhalten in sozialen Medien geäußert.
Müssen auch andere Unternehmen ihre Richtlinien anpassen?
Apple wies die Vorwürfe entschieden zurück und kündigte an, bei der bevorstehenden Anhörung seine Sicht der Dinge darzulegen. Apple betonte gegenüber Reuters außerdem, dass es Beschwerden von Mitarbeitern ernst nehme.
Das Ergebnis dieses Falles könnte dem Bericht nach nicht nur für Apple, sondern auch für andere Arbeitgeber erhebliche Auswirkungen haben. Es könnte Präzedenzfälle dafür schaffen, wie Unternehmen interne Kommunikationskanäle regeln dürfen.
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