Mit zusätzlichen Sensoren: Uber will Trainingsdaten für autonomes Fahren sammeln
Daten sind für KI neben Rechenleistung die wichtigste Ressource. Für das Training von Modellen zum autonomen Fahren sind sie allerdings sehr aufwendig zu sammeln: Es müssen Millionen Kilometer gefahren werden, um möglichst viele Szenarien und Sonderfälle einzufangen. Praktisch, wenn man, wie Uber, auf eine große Flotte an Fahrzeugen zurückgreifen kann, die Milliarden Fahrten durchführen.
Das will sich das Unternehmen zunutze machen, wie CTO Praveen Neppalli Naga am Rande der Techcrunch-Veranstaltung Strictlyvc sagte(öffnet im neuen Fenster): Uber wolle zumindest die Fahrzeuge eines Teils seiner Fahrer zum Sammeln von Trainingsdaten nutzen. Während der Fahrt sollen die Umgebung und wohl auch Reaktionen der Fahrer aufgezeichnet werden.
Für diesen Zweck gründete Uber Ende Januar 2026 mit den AV Labs(öffnet im neuen Fenster) bereits eine neue Abteilung. Nach Aussage von Naga ist diese noch dabei, rechtliche und technische Fragen zu klären. So sei aktuell noch nicht klar, welche Sensoren genutzt werden sollen.
Keine Gewinnabsicht?
Klarer ist sich Uber dagegen beim Ziel: Das Unternehmen will nicht nur Trainingsdaten, sondern eine eigene Cloudlösung anbieten. Darin sollen Partner ihre Modelle parallel zu realen Fahrten laufen lassen. So könnten sich die Reaktionen eines Modells mit denen menschlicher Fahrer vergleichen lassen.
Mittlerweile gewinnen neben realen auch synthetische Daten an Bedeutung, Nvidia treibt dies mit Cosmos Transfer und Alpasim voran. Cosmos generiert fotorealistische Trainingsszenarien, Alpasim dient als Traningsplattform. Inwieweit Simulationen echte Daten ersetzen können, ist aber umstritten.
Eine andere Frage ist, wie viele Fahrzeuge Uber realistisch für das Sammeln von Trainingsdaten nutzen kann. Hierfür werden Fahrzeuge oft mit zusätzlichen Sensoren ausgerüstet, theoretisch könnten aber auch bereits vorhandene Kameras, Radare und eventuell Lidare genutzt werden. Zusätzliche Sensoren müssen nicht nur installiert, sondern auch kalibriert werden.
Ob die Fahrer mitmachen, steht noch einmal auf einem anderen Blatt, schließlich würden sie dabei helfen, sich selbst zu ersetzen. Nach Aussage von CTO Naga will Uber die Daten aber nur demokratisieren und damit kein Geld verdienen.
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