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MIT-Studie: Kreislaufprozess zur Lithiumgewinnung aus Stein entwickelt

Mit wiederverwertbaren Chemikalien und geringem Energieeinsatz könnte der Abbau von Lithium und weiteren wichtigen Rohstoffen weltweit umgesetzt werden.
/ Mario Petzold
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Spodumen ist ein Mineral, aus dem sich Lithium in Reinform gewinnen lässt. (Bild: USA Today Network via Reuters Connect)
Spodumen ist ein Mineral, aus dem sich Lithium in Reinform gewinnen lässt. Bild: USA Today Network via Reuters Connect

Ein Forschungsteam des MIT(öffnet im neuen Fenster), USA, hat eine Abbaumethode für Lithium aus festem Gestein entwickelt, die bei ausreichender Skalierung zur heute üblichen Lithiumgewinnung aus Sole konkurrenzfähig wäre. Gleichzeitig werden dabei weitere Metalle aus dem Gestein gewonnen und die eingesetzten Chemikalien können laut der in Science veröffentlichten Studie(öffnet im neuen Fenster) vollständig wiederverwendet werden.

Benötigt wird für die Methode das Mineral Spodumen, das weltweit gefunden werden kann und teils in Form metergroßer Kristalle vorkommt. Es enthält neben Lithium auch Aluminium und Silizium.

Alle drei Rohstoffe werden auch aktuell daraus gewonnen, wofür jedoch Temperaturen von mehr als 1.000 °C nötig sind. Der Energieaufwand für eine großtechnische Gewinnung ist entsprechend hoch.

Direkte Umwandlung in batterietaugliche Verbindungen

Dem Forschungsteam des MIT gelang es dagegen mit wässrigem Ammoniumfluorid, die mineralische Verbindung in die drei Metalloxide aufzuspalten. Die gelösten Stoffe können extrahiert werden und der Prozess lässt sich mit minimalen Materialverlusten erneut durchführen. Die nötige Temperatur für die Reaktionen soll unterhalb von 100 °C liegen.

Um insbesondere das Lithium nutzbar zu machen, wurde Natriumcarbonat zugefügt, um unmittelbar Lithiumcarbonat zu gewinnen, welches für die Batterieherstellung zum Einsatz kommt.

Laut dem Bericht gibt es weltweit ausreichend Spodumen, um einen großen Teil des global benötigten Lithiums daraus zu gewinnen. Gleichzeitig bestehe ausreichend Nachfrage nach Silizium und Aluminium, um auch diese Rohstoffe sinnvoll nutzen zu können, hieß es weiter.

Gelingt die Skalierung des Prozesses, gibt sich Yet-Ming Chiang, verantwortlicher Autor der Studie, zuversichtlich: "Wir glauben, dass unser Ansatz die energieeffizienteste, kostengünstige Art der Lithiumgewinnung ist, nicht nur aus Stein, sondern insgesamt."


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