Gekaperte Kleinanzeigen-Accounts
Das hinterlässt bei mir ein mulmiges Gefühl. Es ärgert mich zudem, dass ich so leichtgläubig war und gleich zweimal darauf reingefallen bin. Zumindest kann ich jetzt aber darüber berichten.
Ich forschte etwas nach. Die genannten Adressen der vermeintlichen Interessenten gibt es zwar, nur befinden sich dort Geschäftshäuser mit beispielsweise Arzt- und Physiotherapie-Praxen.
Die Kleinanzeigen-Accounts kapern Betrüger häufig von seriösen Nutzern. Daher existieren die Accounts schon länger. Sei es, weil die Accounts mit einem schwachen Passwort abgesichert und länger nicht mehr genutzt wurden und somit leicht knack- und nutzbar waren. Oder weil die Betrüger über erfolgreiches Phishing an die Login-Daten gelangt sind.
Was man dagegen tun kann
Ich habe daraus gelernt und werde in Zukunft nur noch meinen Paypal.me-Link senden statt meiner Paypal-Adresse. So kommt niemand an meine privaten Daten.
Die Betrugsmasche ist damit nicht mehr möglich, seriöse Käufer können mir dennoch über Paypal Geld schicken. Auch Interessenten mit fehlenden oder nicht positiven Bewertungen lehne ich künftig ab.
Wobei positive Bewertungen kein Garant für seriöse Nutzer sind. Wie gesagt ist es möglich, dass Accounts gekapert wurden oder die positiven Bewertungen von anderen Nutzern aus dem Betrugsnetzwerk stammen.
Wenn man schon, so wie ich, teilweise auf die Masche reingefallen ist, gilt wie immer: Nie auf Links in E-Mails unseriöser Absender klicken, keine Daten angeben und im Mail-Client die Ansicht externer Inhalte standardgemäß deaktivieren. Fürs Erste ist es außerdem hilfreich für Kleinanzeigen und andere Nutzer, die Accounts bei Kleinanzeigen zu melden.
Andrea Maurer absolvierte ein Volontariat in einer Onlineredaktion, bevor sie Systemadministratorin wurde. Sie vermisst die Arbeit an Artikeln manchmal, deshalb schreibt sie nebenberuflich.