Mit RTX 5090 Laptop: Mini-Desktop nutzt eigenes Betriebssystem für lokale KI
Seitdem Nvidia mit dem DGX Spark einen Mini-PC für KI-Anwendungen vorgestellt hat, gibt es einige Unternehmen, die ihre eigene Version herausbringen wollen. Eines dieser Projekte ist der Olares One, der möglichst viel Hardware in ein kompaktes Gehäuse packt und das mit einem Custom-Betriebssystem verbindet. Der Olares One soll so vor allem lokale LLMs schnell berechnen und Prompts abarbeiten können. Das Projekt soll auf Kickstarter finanziert(öffnet im neuen Fenster) werden und startet demnächst.
Konkret verwendet der Hersteller Prozessor und GPU aus dem Laptop-Sektor. Auf dem Datenblatt sind etwa der Intel Core Ultra 9 275HX und die Nvidia Geforce RTX 5090 Laptop zu finden. Das Intel-SoC hat eine Leistungsaufnahme von 55 Watt und nutzt acht P- und 16 E-Cores. Er gehört zu den leistungsstärksten Mobilchips aktuell.
Gleiches gilt für die Nvidia Geforce RTX 5090 Laptop. Die ist zwar nicht so leistungsfähig wie die Desktop-Version, kann aber die Leistung einer RTX 5070 Desktop in den meisten Szenarien erreichen. Für KI-Modelle ist zudem der große GDDR7-Videospeicher interessant, der wie bei der Desktopversion 24 GByte groß ist. Auch stehen dem System insgesamt 96 GByte gesteckter DDR5-RAM zur Verfügung.
An der Gehäuserückseite sind insgesamt nur vier Ports zu finden: Thunderbolt 5, HDMI 2.1, USB-A und RJ45 für 2,5-Gbit-Ethernet. Die vorinstallierte M.2-SSD ist zudem 2 TByte groß. Das System verwendet ein 330-Watt-Netzteil und misst 320 x 197 x 55 mm bei einem Gewicht von 2,15 kg.
Der Hersteller zeigt erste Vergleiche zu anderen kompakten Workstations. Der Olares One soll lokale Modelle wie Qwen3-30B, GPT-OSS-20B und Gemma3-12B schneller ausführen können als die Konkurrenz. Olares vergleicht sein System vor allem mit dem Mac Studio M3 Ultra und anderen Mac-Varianten. Auch der Nvidia DGX Spark steht auf der Liste. Inwiefern die Benchmarks der Praxis entsprechen, lässt sich noch nicht sagen.
Olares als Betriebssystem
All diese Berechnungen und Arbeiten werden auf Olares ausgeführt, dem gleichnamigen und an Android angelehnten Betriebssystem des Herstellers(öffnet im neuen Fenster) . Der Hersteller vermarktet es als "persönliches Open-Source-Cloud-OS" . Auf dem Betriebssystem werden verschiedene Applikationen aufgesetzt, etwa Onlyoffice, Home Assistant, Ghost, Wordpress und Gitlab. Laut Hersteller sollen darauf auch Windows-Apps und Steam-Spiele laufen. Über einen integrierten App-Store sollen sich zudem diverse KI-Tools und andere Apps herunterladen lassen.
Die Kickstarter-Kampagne des Olares One soll im Dezember 2025 starten. Die Auslieferung soll dann im Februar 2026 folgen. Interessenten können aber bereits eine Vorauszahlung von 50 US-Dollar hinterlassen. Sie sollen dann das Produkt für 2.800 US-Dollar erhalten. Der Standardpreis wird 3.000 US-Dollar betragen. Das System ist damit günstiger als ein Nvidia DGX, der aktuell 4.000 Euro und mehr kostet.
Allerdings hat Olares bisher keine Hardware auf Kickstarter verkauft. Das macht die Unterstützung des Projekts zum Risiko. Kunden können sich auf der Kickstarter-Seite benachrichtigen lassen, sobald das Projekt startet.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



