Mit NAS-Speicher: Ugreen bringt KI-System mit Jetson Thor fürs Zuhause
Der chinesische Elektronikhersteller Ugreen hat auf der Ifa 2026 eine neue Geräteserie vorgestellt: Die Homeagent- und Masteragent-Speicher vereinen NAS-Funktionen mit KI. Die Geräte dienen damit als KI-Hub, der sämtliche Smarthome-Geräte zu Hause verwaltet und koordinieren kann. Eine Cloudanbindung ist Ugreen zufolge nicht erforderlich.
Der Homeagent HA100 verfügt über eine KI-Rechenleistung von 26 TOPS (CPU: RK3588); das Modell HA100 Pro kommt auf 205 TOPS (CPU: CIX-P1-CP8180). Der Masteragent MA100 ist das Topmodell der Serie und kommt mit einer Jetson Thor T5000 von Nvidia. Die KI-Leistung liegt bei bis zu 2.070 TFLOPS.
Die beiden Homeagent-Modelle verfügen über drei SATA-3.0-Einschübe – zwei für NAS und einen für NVR-Überwachungsspeicher. Beim Masteragent sind es vier Einschübe: drei NAS und ein NVR. Der HA100 kommt mit 16 GByte LPDDR5-Arbeitsspeicher, das Pro-Modell mit 32 GByte. Der MA100 kommt auf 128 GByte RAM, den er sich mit der NPU teilt.
Smart Home ohne Cloud steuern
Mit den Homeagent- und Masteragent-Geräten lassen sich komplette Smart-Home-Netzwerke ohne Cloudzugang steuern. Dabei können verschiedene Smart-Home-Geräte synchronisiert und in Abläufe integriert werden. Die Speicher sind Matter-kompatibel und können sich damit auch mit Geräten verbinden, die nicht von Ugreen selbst stammen.
Über die Ugreen-App lässt sich das Smart Home steuern. Auch über Sprachbefehle sollen sich die Geräte und Routinen bedienen lassen. Auf den Homeagent- und Masteragent-Geräten selbst läuft ein Linux-basiertes, von Ugreen entwickeltes Betriebssystem.
Ugreen zufolge sollen mit den neuen Speichern Überwachungskameras nicht mehr nur der Überwachung dienen, sondern auch wertvolle Momente aus dem Familienalltag festhalten. Diese können dann gespeichert werden und die Bildergalerie auf den Speichern ergänzen. Mittels KI lassen sich gespeicherte Bilder per Sprachbefehl durchsuchen oder auch eine Präsentation starten.
KI-Modelle über M.2-Steckplatz erweiterbar
Die Speicher können über einen M.2-Steckplatz mit neuen KI-Modellen versorgt werden. Daten von externen Geräten wie Smartphones oder Computern können automatisch als Back-up gesichert werden.
Verkauft werden die KI-Speicher zunächst über Kickstarter. Der HA100 ist das preiswerteste Modell und kostet regulär 1.800 Euro; zum Start wird es das Gerät in limitierter Anzahl für 900 Euro geben. Der HA100 Pro kostet normalerweise 6.000 Euro, zum Start 3.000 Euro.
Der MA100 ist dank der Nvidia-CPU deutlich teurer: Ugreen will regulär 20.000 Euro dafür haben. Zum Start kostet der KI-Speicher 10.000 Euro.
Fast täglich gibt es Neues aus der KI-Welt – ein neues Produkt hier, aktuelle Forschung da: Vielleicht ist es ein Durchbruch! Doch wie ist das zu bewerten? Mit dem Golem-Newsletter AI Lab Report behaltet ihr den Überblick über die wichtigsten Entwicklungen. Der Newsletter ist kostenlos, ihr könnt ihn hier abonnieren.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

