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Mit Millionenbeträgen: Etliche US-Regierungsmitglieder an SpaceX beteiligt

Der Börsengang von SpaceX dürfte auch Mitglieder der US-Regierung reicher machen. Sie halten bereits Anteile in Millionenhöhe.
/ Friedhelm Greis
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Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff (r.) hält ebenfalls Anteile an SpaceX. (Bild: Kevin Lamarque/Reuters)
Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff (r.) hält ebenfalls Anteile an SpaceX. Bild: Kevin Lamarque/Reuters

Mehrere Mitglieder der US-Regierung sind mit teilweise hohen Beträgen am Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk beteiligt. Das berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) unter Berufung auf öffentliche Vermögenserklärungen der betreffenden Personen.

Demnach hielten zehn Amtsträger zum Zeitpunkt der letzten Offenlegung Anteile von SpaceX oder xAI im Wert zwischen 9,9 Millionen US-Dollar und 43,8 Millionen US-Dollar. Der Wert der Anteile muss nur innerhalb einer bestimmten Spannbreite angegeben werden. Zudem hätten die Personen ihre Anteile seit den jüngsten Veröffentlichungen wieder abstoßen können. Neue Daten sollen erst Mitte Juni 2026 wieder vorliegen.

Zu den Regierungsmitgliedern gehören der Sondergesandte Steve Witkoff, die Leiterin der Behörde für Kleinunternehmen, Kelly Loeffler, der Präsident der Export-Import-Bank, John Jovanovic, der Kommunikationschef des US-Innenministeriums und frühere SpaceX-Ingenieur Paul McInerny sowie der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Michael Boren. Ebenfalls Anteile halten die Botschafter für die Länder Irland, Tschechien, Portugal und Luxemburg sowie der frühere SpaceX-Mitarbeiter Michael Lynch, inzwischen stellvertretender Leiter der General Services Administration.

Enge Verknüpfung von SpaceX und US-Regierung

Der Börsengang von SpaceX werde "die ohnehin schon wohlhabende Regierung von Präsident Donald Trump voraussichtlich noch reicher machen", schreibt Bloomberg. Das sei unter mehreren Gesichtspunkten problematisch.

Zum einen profitiere SpaceX weiterhin stark von Aufträgen der US-Regierung. So wurden im Haushaltsjahr 2025 Bundesaufträge im Wert von 4 Milliarden Dollar veranschlagt. Im Mai 2026 habe SpaceX zwei weitere Aufträge der US-Raumfahrt im Gesamtwert von 6,5 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von Satelliten für Kommunikations- und Überwachungszwecke erhalten.

Börsengang als "einmaliges Ereignis"

Zum anderen habe Musk in seiner Zeit als Chef der US-Behörde Doge etliche Personen aus seinen Firmen in Regierungspositionen verholfen. Das betrifft beispielsweise McInerny, dessen Anteilspaket mit einem Wert zwischen 5 und 25 Millionen US-Dollar das größte der genannten Amtsträger darstellt. Der frühere SpaceX-Ingenieur habe sich dabei nicht von seinen Anteilen trennen müssen, sondern stattdessen eine Ausnahmegenehmigung erhalten, die es ihm erlaubt habe, an übergeordneten Themen zu arbeiten, die auch das Unternehmen betreffen könnten, so Bloomberg.

Caleb Burns, Experte für Regierungsethik der Kanzlei Wiley Rein LLP, bezeichnete den Börsengang als "einmaliges Ereignis" und fügte hinzu: "Es handelt sich um den größten Börsengang aller Zeiten, geleitet von einem ehemaligen engen Vertrauten des Präsidenten, der durch seine Doge-Aktivitäten mit praktisch jeder Verwaltungsbehörde der Bundesregierung zu tun hatte." Dafür gebe es keine historischen Parallelen.

SpaceX will bei dem geplanten Börsengang am 12. Juni 2026 rund 75 Milliarden US-Dollar einnehmen. Musk wird mit einem Stimmrechtsanteil von mehr als 80 Prozent auch nach dem Börsengang die volle Kontrolle über SpaceX behalten. Basis dafür sind Aktien mit mehr Stimmrechten.

Ungewöhnlich für einen Börsengang, legte SpaceX den Ausgabepreis selbst auf 135 US-Dollar fest. Üblicherweise nennen Unternehmen zunächst eine Spanne und ermitteln den Preis dann basierend auf dem Interesse der Investoren.


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