Abo
  • Services:

MIT Media Lab: Bildschirm gleicht Sehfehler aus

Die Lesebrille kann künftig daheimbleiben: US-Forscher haben ein Display entwickelt, das Sehfehler ausgleicht. Es könnte beispielsweise als Aufsatz für Smartphones dienen.

Artikel veröffentlicht am ,
Sehfehler-korrigierendes Display: Bild im richtigen Augenabstand simuliert
Sehfehler-korrigierendes Display: Bild im richtigen Augenabstand simuliert (Bild: MIT/Screenshot: Golem.de)

Wenn die Arme zu kurz werden, um einen Text auf dem Smartphone lesen zu können, hilft nur die Brille. Oder ein neues System, das Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Universität von Kalifornien in Berkeley entwickelt haben: Es gleicht Sehfehler aus.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. TÜV SÜD Gruppe, München

Ein Sehfehler besteht darin, dass die Augenbrennweite und der Abstand des Objekts zum Auge nicht übereinstimmen. Das Display, bestehend aus einer Software und einer Folie mit einer sehr feinen Lochmaske, gleicht das aus, indem es ein Bild im richtigen Augenabstand simuliert.

Algorithmus wählt Pixel

Die Lochmaskenfolie wird über das Display beispielsweise eines Smartphones gelegt. Von einem bestimmten Blickpunkt aus sind durch die Löcher nur bestimmte Pixel für das Auge sichtbar. Der Algorithmus wählt aus, welche Pixel für die verschiedenen Bereiche des Auges sichtbar sind, indem er ihre Position auf dem Bildschirm steuert. Dadurch wird der Sehfehler des Betrachters ausgeglichen.

Natürlich könnten Sehfehler mit einer Brille, Kontaktlinsen oder operativ ausgeglichen werden, sagt Gordon Wetzstein vom MIT Media Lab. Letzteres sei nicht ungefährlich, die beiden ersten oft unangenehm. "Wir haben eine andere Lösung, bei der die Linse auf dem Gerät statt am Kopf sitzt. Das hilft zwar nicht dabei, den Rest der Welt schärfer zu sehen. Andererseits verbringen wir auch einen großen Anteil unserer Zeit mit der digitalen Welt."

Das Display ist die Variante eines ebenfalls von der Media-Lab-Arbeitsgruppe Camera Culture entwickelten 3D-Displays, das ohne Brille auskommt. Es könne in allen möglichen Geräten verbaut werden: In erster Linie bieten sich Bildschirme für Mobilgeräte wie Smartphones, Tablets oder E-Book-Reader an. Praktisch wäre das System auch für Displays im Auto, etwa dem des Navigationsgerätes. Schießlich könnten solche Aufsätze auch auf Computer- oder Laptopbildschirme gesetzt werden.

Optisches Diagnosegerät für Mobilgeräte

Die Forscher um Ramesh Raska haben zudem ein Diagnosesystem für die Augenkrankheit grauer Star entwickelt. Catra ist ein Okular, das auf ein mobiles Gerät wie ein Smartphone gesteckt wird. Hinzu kommt eine Software, mit der die Diagnose durchgeführt wird.

Die Camera-Culture-Forscher wollen das Sehfehler-korrigierende Display auf der Siggraph vorstellen. Die auf Computergrafik spezialisierte Konferenz, die von der Informatikergesellschaft Association for Computing Machinery (ACM) veranstaltet wird, findet vom 10. bis 18 August in Vancouver in der kanadischen Provinz British Columbia statt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. Game Night 5,98€, Maze Runner 6,98€, Coco 5,98€)

Kiwi 04. Aug 2014

Leider können viele Leute nichts? :D Könnte mir vorstellen dass da jemand der deutschen...

motzerator 03. Aug 2014

Ein Auge zukneifen? :)

motzerator 03. Aug 2014

Richtig ;) Ist halt mit der Brille ein ähnlicher Unterschied, als wenn ich statt einer...

nachtaktiv 03. Aug 2014

??? es geht doch in dem Artikel genau darum, wenn man das Display NICHT erkennen kann...

Sander Cohen 02. Aug 2014

Dann nutz die Kamera.app ;)


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Plus (2018) - Test

Der neue Echo Plus von Amazon liefert einen deutlich besseren Klang als alle bisherigen Echo-Lautsprecher. Praktisch ist außerdem der eingebaute Smart-Home-Hub. Der integrierte Temperatursensor muss aber noch bessser in Alexa integriert werden. Der neue Echo Plus ist zusammen mit einer Hue-Lampe von Philips für 150 Euro zu haben.

Amazons Echo Plus (2018) - Test Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40: Es kann nur eines geben
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40
Es kann nur eines geben

Nicht nur Lenovo baut gute Business-Notebooks, auch HP und Toshiba haben Produkte, die vergleichbar sind. Wir stellen je ein Modell der beiden Hersteller mit ähnlicher Hardware gegenüber: das eine leichter, das andere mit überlegenem Akku - ein knapper Gewinner nach Punkten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Portégé X20W-D-145 Toshiba stellt alte Hardware im flexiblen Chassis vor
  2. Tecra X40-E-10W Toshibas 14-Zoll-Thinkpad-Pendant kommt mit LTE
  3. Dell, HP, Lenovo AMDs Ryzen Pro Mobile landet in allen Business-Notebooks

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

    •  /