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Mit Malware erbeutet: 124 Millionen neue Passwörter bei HaveIBeenPwned

Cyberkriminelle greifen mit Infostealer-Malware häufig Zugangsdaten ab. HaveIBeenPwned hat seine Datenbank um eine große Sammlung davon erweitert.
/ Marc Stöckel
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HaveIBeenPwned hat Millionen neuer Passwörter in seine Datenbank aufgenommen. (Bild: Pixabay)
HaveIBeenPwned hat Millionen neuer Passwörter in seine Datenbank aufgenommen. Bild: Pixabay

Der Datenleck-Prüfdienst HaveIBeenPwned (HIBP) hat Millionen neuer Zugangsdaten in seine Datenbank aufgenommen. Die Quelle ist laut Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) dieses Mal aber kein klassisches Datenleck bei einem Onlinedienst, sondern eine Datensammlung aus sogenannten Stealer-Logs. Es handelt sich also um E-Mail-Adressen und Passwörter, die mittels Infostealer-Malware direkt auf infizierten Systemen der Nutzer abgegriffen wurden.

Betroffen sind den Angaben zufolge 56 Millionen unterschiedliche E-Mail-Adressen und 124 Millionen Passwörter. Für Nutzer könnte es sich also lohnen, ihre Anmeldedaten mal wieder prüfen zu lassen. Alternativ bietet HIPB aber auch einen Dienst an, über den sich Anwender im Falle neuer Funde automatisch benachrichtigen lassen(öffnet im neuen Fenster) können.

Die neuen Zugangsdaten stammen laut HaveIBeenPwned aus "Hunderten von Millionen von Stealer-Log-Datensätzen". Genauere Angaben zur Herkunft macht der Dienst jedoch nicht. Folglich bleibt unklar, mit welcher Infostealer-Malware sie genau eingesammelt wurden und ob die Daten kürzlich irgendwo im Darknet veröffentlicht oder HIBP auf anderem Wege zugespielt wurden.

Frühere Datensammlungen

Dies ist nicht das erste Mal, dass Zugangsdaten aus Stealer-Logs ihren Weg in die Datenbank von HaveIBeenPwned finden. Im Frühjahr 2025 hatte der Sicherheitsforscher Jeremiah Fowler im Netz eine ungeschützte Datenbank mit Anmeldeinformationen für über 184 Millionen Onlinekonten entdeckt und diese an HIBP weitergereicht. Fowler ging damals ebenfalls davon aus, dass die Daten aus Stealer-Logs stammen.

Einige Monate später, im November 2025, erhielt HaveIBeenPwned zudem ein Rekord-Update, bestehend aus fast zwei Milliarden E-Mail-Adressen und 1,3 Milliarden Passwörtern. Diese kamen aus sogenannten Credential-Stuffing-Listen, also aus verschiedenen Quellen zusammengetragene Sammlungen von Zugangsdaten, die Angreifer nutzen, um durch systematisches Ausprobieren in fremde Konten einzudringen.


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