MIT: KI erkennt Sarkasmus aus Text

Ob traurig, fröhlich oder ironisch: Der Algorithmus Deepmoji soll viele Emotionen erkennen können. Als Grundlage dient dafür eine von Freiwilligen gepflegte Datenbank. Die KI könnte laut den Entwicklern gegen Mobbing und Rassismus helfen.

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Deepmoji soll automatisch Emotionen in Texten erkennen.
Deepmoji soll automatisch Emotionen in Texten erkennen. (Bild: MIT)

Deepmoji ist ein Forschungsprojekt des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die künstliche Intelligenz soll aus Textnachrichten Emotionen filtern können und diesen ein passendes Emoticon zuweisen. Der Algorithmus soll etwa Sarkasmus, Fröhlichkeit und Frust erkennen. Das Onlinemagazin The Register konnte sich bereits ein Bild machen. Das System erkennt viele Emotionen bereits ganz gut, hat aber noch einige Probleme - gerade bei Sarkasmus.

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Die KI nutzt Nachrichten aus sozialen Netzwerken wie Twitter und gleicht diese mit einer Datenbank ab, in der Menschen ihre Reaktionen eingetragen haben. Auf der Projekt-Homepage werden freiwillig die letzten drei eigenen Tweets hochgeladen. Zu diesen Tweets schreibt der Verfasser die passende Emotion in das Tool. Diese Verknüpfungen nutzt die KI, um selbstständig Texte zu bewerten.

Sarkasmus bleibt für Maschinen schwer zu erkennen

Gerade bei ironischen oder sarkastischen Nachrichten haben Algorithmen oft noch Probleme bei der Einordnung. KI-Systeme müssen Sätze als Ganzes analysieren und in einen Kontext bringen. In Verbindung mit der von Menschen befüllten Datenbank soll Deepmoji genau das können. Es analysiert jedoch vorerst nur Texte und keine dazu assoziierten Bilder, was die Erkennung von Emotionen noch schwieriger macht.

  • Sarkasmus scheint für die KI trotzdem noch schwer zu sein. (Screenshot: The Register)
  • Der Algorithmus erkennt hier auch ein Musikstück. (Screenshot: The Register)
  • Einfache Emotionen erkennt das System zuverlässig. (Screenshot: The Register)
  • Einige ironische Sätze sind kein Problem. (Screenshot: The Register)
Einige ironische Sätze sind kein Problem. (Screenshot: The Register)

Ziel des Projektes soll es sein, in Zukunft etwa Emoji-Vorschläge auf sozialen Medien zu erhalten. Allerdings nennt das Deepmoji-Team auch einen anderen Grund: Ein effizienter Algorithmus könnte Mobbing, Beleidigungen und Rassismus erkennen und solche Nachrichten automatisiert weiterverarbeiten. Das wäre für Seiten wie Facebook oder Twitter und in Zeiten von Populismus, Trollen und Cyber-Mobbing sicherlich sinnvoll.

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Momentan ist Deepmoji aber noch in einer experimentellen Phase und die Entwickler selbst sagen: "Wir befürworten die Interpretation von Emotionen noch keinesfalls, die das Modell zu irgendeinem Inhalt abgibt."

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