Mit Freenet im O2-Netz: eSIM-Übertragung aus der Hölle
Mit einer physischen SIM-Karte ist der Wechsel zu einem neuen Smartphone einfach und unkompliziert. Karte aus dem alten Smartphone heraus und in das neue Smartphone hinein – fertig. Mit einer eSIM gestaltet sich das Ganze deutlich komplizierter, wenn man im O2-Netz unterwegs ist und Freenet als Mobilfunkanbieter nutzt.
Während die Übernahme einer Handynummer mit eSIM als einfach und unkompliziert beschrieben wird, ist das Vorgehen von Freenet bei Verträgen im O2-Netz eine Zumutung. Statt die bestehende eSIM einfach zu übertragen, muss man eine Ersatz-SIM-Karte als eSIM beantragen.
Das allein wäre nicht weiter schlimm, wenn die Ersatz-SIM nicht mit einer Gebühr in Höhe von zehn Euro verbunden wäre. Dass eine solche Gebühr für Ersatz-SIM-Karten unzulässig ist, urteilte im vergangenen Jahr das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main , ließ das Urteil allerdings zur Revision zu. Auch der Free-Phone-Tarif von GMX enthielt eine solche Servicegebühr, die aber wieder gestrichen wurde .
Online-Verifizierung nicht möglich
Schaut man direkt bei O2, wird dort das Bestellen einer neuen eSIM, zum Beispiel für den Wechsel auf ein neues Telefon, als kostenlos beziehungsweise mit einem Preis von 0 Euro angegeben. Da sich der bereitgestellte Aktivierungscode für die eSIM jedoch nur einmal verwenden lässt, fallen bei Freenet also weitere 10 Euro an, sollte bei der Übertragung ein Fehler unterlaufen.
"Aus Sicherheitsgründen" , so steht es in der SIM-Verwaltung des Kundenbereichs von Freenet, muss man sich zudem online mit seinem Personalausweis verifizieren. Das wäre auch nicht weiter tragisch, wenn die App Identity Online des Dienstleisters identity.TM unter iOS 26 nicht zuverlässig bei der Aktivierung der Selfie-Kamera abstürzen würde. Ein Umstand, der durch zahlreiche Negativbewertungen in den App-Stores bestätigt wird.
Bei anderen Anbietern geht es doch auch
Das ganze Prozedere sorgt schon an sich für einen gesteigerten Puls, wird aber durch den direkten Vergleich mit einem anderen günstigen Mobilfunkanbieter verschärft, der nur im Telekomnetz aktiv ist. Diese Rufnummer auf das neue Telefon zu übertragen (von einem alten iPhone auf ein neues) war vollständig ohne derartige Zwischenschritte möglich.
Hierbei ließ sich die eSIM wie eine physische Karte auch mehrfach zwischen den beiden iPhones hin und her tauschen, was das umständliche und vor allem kostenpflichtige Herumhantieren noch unverständlicher machte.
IMHO ist der Kommentar von Golem. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).
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