Mit Faktencheck von Grok: Version 0.1 von Grokipedia veröffentlicht
Grokipedia, die von Elon Musk Anfang Oktober 2025 angekündigte Wikipedia-Alternative , ist online. Die Startseite von Grokipedia(öffnet im neuen Fenster) ist sehr einfach gehalten und zeigt eine Suchleiste sowie Elemente zur Farbdarstellung und einen Log-in-Button. Nach der Anmeldung mit einem Golem-Account ließen sich allerdings weder neue Seiten erstellen noch Änderungen für bestehende Seiten vorschlagen.
Dabei ist nur auf sehr wenigen Seiten überhaupt ein Bearbeiten-Button zu sehen und ein Klick darauf führt auch nur zu einer Liste mit bereits vorgenommenen Änderungen. Es fehlen allerdings die Angaben zu der Person, die die Änderungen durchgeführt hat.
Einträge von Wikipedia übernommen
Oberhalb der Hauptüberschrift eines jeden Beitrags findet sich der Hinweis "Fact-checked by Grok" zusammen mit einer Zeitangabe, wann die KI Grok den Eintrag zuletzt auf Richtigkeit überprüft hat. Laut einem Zähler auf der Startseite hat Grokipedia bereits über 885.000 Einträge.
Wie einige Einträge zeigen, wurden Inhalte auch direkt von Wikipedia übernommen. So steht zum Beispiel unter dem Eintrag zum Macbook Air(öffnet im neuen Fenster) : "Der Inhalt wurde von Wikipedia übernommen und steht unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 Lizenz."
"Grokipedia braucht Wikipedia, um zu existieren"
Bei der Seite zur Playstation 5 wurden allerdings nicht nur Inhalte übernommen, sondern ganze Textpassagen eins zu eins kopiert. The Verge zitiert eine Sprecherin der Wikimedia Foundation, "selbst Grokipedia braucht Wikipedia, um zu existieren" .
In Grokipedia findet sich beispielsweise ein Eintrag zum Klimawandel(öffnet im neuen Fenster) . In Wikipedia wird dazu von einem "nahezu einstimmigen Konsens darüber" gesprochen, dass der Klimawandel durch menschliche Aktivitäten verursacht wird; bei Grokipedia findet sich die Aussage, dass Kritiker behaupten würden, der einstimmige Konsens komme durch eine selektive Kategorisierung in Literaturübersichten zustande.
Die KI Grok erregte immer wieder Aufsehen, weil sie zum Beispiel bei der Generierung von Antworten auch X-Beiträge von Elon Musk einließen ließ . Hinzu kommen Filter, die unerwünschte Aussagen zu Elon Musk und Donald Trump vermeiden sollen, sowie Holocaust-Leugnungen, die durch einen technischen Fehler verursacht worden sein sollen .
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



