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Mit Einschränkungen: ChatGPT-App für Linux veröffentlicht

Eine der wichtigsten Funktionen der Windows- und Mac-Version von ChatGPT fehlt in der offiziellen Linux-App.
/ Mike Faust
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ChatGPT für Linux ist als offizielle Vorschauversion verfügbar. (Bild: OpenAI)
ChatGPT für Linux ist als offizielle Vorschauversion verfügbar. Bild: OpenAI

OpenAI hat die offizielle Vorschauversion der ChatGPT-App für Linux veröffentlicht. Wie aus einem Beitrag in der OpenAI-Developer-Community(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, steht die App unter Ubuntu 24.04 LTS und 26.04 LTS, Debian 13 sowie Fedora 43 und 44 zur Verfügung. Es werden x64- und ARM64-Architekturen unterstützt und entsprechende .deb- und .rpm-Pakete geboten.

Die Linux-App vereint ChatGPT, ChatGPT Work und den ChatGPT Codex in einer gemeinsamen Oberfläche. Es werden ein integrierter App-Browser, Unterstützung für Chrome-Erweiterungen und eine Sprachsteuerung geboten.

Im Vergleich zu den Windows- und Mac-Versionen fehlt der Linux-App die native Funktion zur Nutzung des Computers (Computer Use). Somit kann ChatGPT unter Linux nicht direkt mit anderen Desktop-Anwendungen interagieren. Dementsprechend stehen auch Features wie Appshot, womit der Inhalt eines Desktop-Fensters direkt an ChatGPT gesendet werden kann, Record&Replay zur Aufnahme von Bildschirminhalten sowie entsprechende Sprachbefehle nicht zur Verfügung.

Beschwerden über Benutzeroberfläche

Das Fehlen von Computer Use ist die größte Einschränkung der ChatGPT-App für Linux im Vergleich zur Windows- und MacOS-Version, da der Chatbot dadurch Desktoprogramme wie Openoffice oder Gimp, nicht bedienen kann.

Nutzer mit asiatischer Tastaturbelegung, etwa Japanisch oder Koreanisch, berichten zudem, dass sie unter Fedora KDE und EndeavourOS KDE im Textfeld der App nicht standardmäßig auf ihre Sprache umschalten können, sondern entsprechende Startparameter manuell hinzufügen müssen.

Die Benutzeroberfläche wird für normale Gelegenheitsanwender als potenziell verwirrend beschrieben. Allgemein soll das klassische Chatfenster unpraktisch sein, wenn ein KI-Agent über längere Zeit mit komplexen Aufgaben beschäftigt ist.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die starre Anpassung des Download-Buttons auf der OpenAI-Webseite an das verwendete Betriebssystem. Dadurch lässt sich die Linux-App beispielsweise nicht ohne Weiteres unter Windows herunterladen. OpenAI gab kürzlich bekannt, ChatGPT mit einem großen Update für eine breitere Nutzergruppe verfügbar zu machen.


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