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Mit einer Drohne: Tokioter Polizei geht auf Drohnenfang

Angst vor Terroranschlägen und neue Flugverbotszonen haben die Tokioter Polizei dazu bewogen, ein Drohne anzuschaffen. Damit wollen die Beamten verdächtige Fluggeräte jagen.
/ Werner Pluta
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Polizeidrohne mit Fang: Drohne mit radioaktiver Erde auf dem Dach des Amtssitzes des Präsidenten (Bild: Asahi Shimbun/Screenshot: Golem.de)
Polizeidrohne mit Fang: Drohne mit radioaktiver Erde auf dem Dach des Amtssitzes des Präsidenten Bild: Asahi Shimbun/Screenshot: Golem.de

Mit Drohnen gegen Drohnen: Die Polizei in der japanischen Hauptstadt Tokio wird künftig mit einem eigenen Copter auf Jagd nach anderen Coptern gehen, die in gesperrten Lufträumen fliegen und deren Piloten den Aufforderungen der Polizei keine Folge leisten. Das berichtet die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun(öffnet im neuen Fenster) .

Der Polizeicopter ist ein Hexacopter, unter dem ein 2 Meter breites und 3 Meter langes Netz hängt. Damit sollen die Beamten verdächtige Drohnen jagen: Der Polizeicopter fliegt den anderen so an, dass der sich im Netz verfängt, und landet dann mit seiner Beute.

Polizei schafft eine Fangdrohne an

Die Tokioter Polizei hat zunächst einen dieser fliegenden Drohnenfänger in Dienst gestellt. Die Polizeieinheit, die unter anderem für den Schutz des Kaiserpalastes und des Amtssitzes des Premierministers zuständig ist, bekommt sie.

"Terroristische Angriffe mit Drohnen, die Sprengsätze transportieren, sind möglich" , sagte ein höherer Polizeibeamter der Zeitung. Im April war auf dem Dach des Amtssitzes von Premierminister Shinzo Abe eine Drohne entdeckt worden. Sie war mit Erde aus der Präfektur Fukushima beladen, die durch den Reaktorunfall im Jahr 2001 radioaktiv verstrahlt war.

In Japan sind in der vergangenen Woche neue Regelungen für unbemannte Fluggeräte in Kraft getreten. Darin sind unter anderem eine Reihe neuer Flugverbotszonen definiert.


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