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MIT: Drohne mit Antikollisionssystem weicht Bäumen aus

Ein Forscher des MIT hat ein einfach zu implementierendes Antikollisionssystem für Drohnen entwickelt, das sogar Äste von Bäumen erkennt, um ihnen auszuweichen. Die Drohne fliegt mit 50 km/h. Künftig werden solche Systeme wichtig, denn immer mehr Drohnen bevölkern den Himmel.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Drohne mit Antikollisionssystem
Drohne mit Antikollisionssystem (Bild: MIT)

Andrew Barry vom Computer Science and Artificial Intelligence Lab (CSAIL) des MIT hat ein System für Drohnen entwickelt, das ihnen erlaubt, ihre Umgebung wahrzunehmen und auszuweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Das klappt sogar bei Bäumen, die in der Flugbahn stehen, wobei die kleine Drohne mit 50 km/h fliegt.

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Einen Lidar-Scanner in eine Drohne einzubauen, um damit zentimetergenau die Umgebung mit einem Laser abzutasten, ist bei kleineren Fluggeräten nicht möglich. Die Lidar-Systeme sind dazu einfach zu schwer.

Deshalb hat Andrew Barry zwei winzige Kameras auf den Flügeln der etwa 90 cm großen Drohne platziert, die ein Stereobild aufnehmen. Sie arbeiten mit 120 Bildern pro Sekunde und ermitteln ein 3D-Bild der Umgebung aus den Tiefeninformationen der Aufnahmen. Das geschieht pro Bild in 8,3 Millisekunden. Damit der Rechner, der in der Drohne integriert ist, die Bilderflut auswerten kann, wird nur ermittelt, was 10 Meter von der Drohne entfernt passiert. Alles, was sich davor oder dahinter befindet, spielt für den Moment keine Rolle. Die Drohne ist agil genug, erkannten Hindernissen dann noch auszuweichen. Im Flug wird der 10-Meter-Horizont immer weiter verschoben. Allerdings kann die Drohne bisher nicht auf eine beispielsweise durch Seitenwind hervorgerufene Driftbewegung reagieren.

Eine Flugverkehrskontrolle wird bei zunehmendem Drohnenflugverkehr irgendwann auch notwendig sein, damit die Flugkörper nicht kollidieren. Google hatte anlässlich des Projekt Wing schon 2014 angekündigt, nicht nur eigene Flugkörper zu entwickeln, sondern auch an einer Flugverkehrskontrolle zu arbeiten, mit der künftige Drohnenflüge koordiniert und Kollisionen verhindert werden könnten.

Die Nasa und die Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) wollen ebenfalls ein Verkehrsmanagementsystem für niedrigfliegende Drohnen entwickeln.

"Der Himmel wird zunehmend überfüllt werden, wenn kommerzielle und private unbemannte Flugobjekte, gemeinhin Drohnen genannt, populärer werden", so Parimal Kopardekar, der als Manager für das Nasa-Projekt Safe Autonomous Systems Operations arbeitet.

Die größte Herausforderung bei der Integration von Drohnen in den Luftraum ist ein zuverlässiges Verfolgungssystem. Radar eignet sich aufgrund der niedrigen Flughöhen und der extrem kleinen Flugkörper nicht. Dennoch müssen die Drohnen vom Boden und von anderen Flugzeugen aus erkannt werden können. Die Nasa versucht deshalb, mit Mobilfunkanbietern und ihren Masten ein Ortungssystem aufzubauen.



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unknown75 04. Nov 2015

... wird es wohl noch eine Weile dauern. https://www.youtube.com/watch?v=4hyPdtrni7Q

DebugErr 04. Nov 2015

Sechs, setzen! Da muss man sich ja gegen aufbäumen, bei solch einer Anschuldigung =)


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