Mit Bitcoin-Verkäufen: Tesla steigert Gewinn über die Erwartungen hinaus
Tesla hat im ersten Quartal 2021 einen Gewinn von 0,94 US-Dollar pro Aktie (438 Millionen US-Dollar) gemacht und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Diese hatten laut Marketwatch(öffnet im neuen Fenster) einen Gewinn von 0,73 US-Dollar pro Aktie vorhergesagt. Der Umsatz belief sich auf 10,39 Milliarden US-Dollar. Tesla verdiente aber nicht nur mit Autos Geld: Tesla hat Bitcoins im Wert von fast 275 Millionen US-Dollar verkauft. Dadurch entstand ein Gewinn von101 Millionen US-Dollar.
Im Vorjahresquartal hatte Tesla einen Gewinn von 0,23 US-Dollar pro Aktie ausgewiesen und Umsätze in Höhe von rund sechs Milliarden US-Dollar gemacht.
Tesla ist seit Mitte 2019 profitabel und lieferte 2020 gut eine halbe Million Elektroautos aus. Im ersten Quartal 2021 baute der Hersteller 180.338 Elektroautos und lieferte 184.800 Fahrzeuge aus. Vom Model S und vom Model X wurde kein einziges Fahrzeug produziert, was an der geplanten Umstellung auf Nachfolgemodelle liegt. Im ersten Quartal 2020(öffnet im neuen Fenster) lag die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge bei rund 88.500.
Tesla äußerte sich bei der Veröffentlichung der Finanzergebnisse auch zur Auslieferung des neuen Model S: "Die ersten Auslieferungen des neuen Model S sollten sehr bald beginnen." Ursprünglich hieß es bei der Vorstellung des Facelifts Ende Januar, die Auslieferung solle in wenigen Wochen erfolgen.
Wie viele Elektroautos will Tesla 2021 bauen?
Eine genaue Auslieferungsprognose für das Gesamtjahr 2021 gab Tesla bisher nicht ab (PDF(öffnet im neuen Fenster)). In der Vorausschau wird nur eine langfristige jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent genannt, die im Jahr 2021 deutlich übertroffen werden könnte.
Zuletzt geriet das als Autopilot bezeichnete Assistenzsystem für teilautomatisiertes Fahren (Level 2) in Verruf. Das einflussreiche US- Verbrauchermagazin Consumer Reports zeigte, wie der Autopilot ausgetrickst werden könne, um vorzugaukeln, es sitze jemand am Steuer. Dann fährt das Auto auch mit leerem Fahrersitz. Den Trick hatten Tesla-Besitzer zwar bereits früher gekannt, doch erst die Verbraucherschützer machten die breite Öffentlichkeit darum aufmerksam.
Unfall eventuell mit Fahrer auf dem Vordersitz
Teslas Vizepräsident für Fahrzeugtechnik, Lars Moravy, sagte, dass Tesla zusammen mit den Behörden den Unfall untersuche, bei dem jüngst zwei Menschen ums Leben kamen. Tesla habe feststellen können, dass das Lenkrad "deformiert" gewesen sei, was zu der Schlussfolgerung geführt habe, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls – anders als zunächst berichtet – jemand auf dem Fahrersitz befunden habe. Alle Gurtschlösser waren unverschlossen. Wie es genau zu dem Unfall kam, erklärte Tesla nicht.
Mit Blick auf die ebenfalls von Tesla gefertigten Solarschindeln sagte Unternehmenschef Elon Musk, aufgrund unterschiedlicher Dachkonstruktionen sei es problematisch, die Kosten vorherzusehen. Diese könnten auch zwei oder drei Mal höher sein als erste Schätzungen. Tesla erstatte Kunden ihre Anzahlungen zurück, wenn sie die Mehrkosten nicht zahlen wollten.
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