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MIT: Atmung durch Wände per WLAN erkennen

Es klingt wie Science-Fiction, aber dem MIT ist es gelungen, die Atmung und die Bewegung von Menschen mit Hilfe eines extrem schwachen Signals durch Wände hindurch zu erkennen. Das könnte Rettungsdiensten, aber auch besorgten Eltern eine große Hilfe sein.
/ Andreas Donath
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Futuristischer Babymonitor per WLAN (Bild: MIT)
Futuristischer Babymonitor per WLAN Bild: MIT

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) können ohne zusätzliche Sensoren die Atmung eines Kindes aus großer Distanz durch Wände hinweg erkennen. Dabei werden WLAN-Signale genutzt, um das Heben und Senken des Brustkorbs zu messen. Zuvor war es den Forschern des Bereichs "Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory" (CSAIL) schon gelungen, die Bewegung von Menschen hinter Mauern zu erkennen. Die Bewegungen des Brustkorbs sind natürlich deutlich schwächer.

Das Signal wird durch die Wand geleitet und die Forscher messen, wie lange es dauert, bis ein Echo von den anwesenden Personen und sonstigen Gegenständen im Raum zurückgeworfen wird. Die Kunst besteht nun darin, irrelevante Reflexionen beiseite zu lassen.

Um diese präzise Messung durchführen zu können, haben die Forscher einen Algorithmus entwickelt, mit dem das ungefähre Volumen der erkannten Person bestimmt wird. So lassen sich Änderungen aufgrund der Atmung erkennen. Änderungen bei der Reflexion erlauben es dem Team, die Bewegungen des Brustkorbs zum Beispiel von Schlafenden zu erkennen und minutiös zu messen. Sogar die Herzfrequenz kann man so messen. Die Erkennungsgenauigkeit geben die Forscher mit 99 Prozent an. Auch die Bewegungen von bis zu vier Personen im Raum können erkannt werden.

Das System kann nicht nur als Baby-Überwachungsmonitor eingesetzt werden, sondern auch bei Unglücken helfen, verschüttete Personen zu lokalisieren. Letztlich ließen sich auch Räume auf die Anwesenheit von Personen hin untersuchen.

Künftig sollen auch die Silhouetten und Gesten von Personen dargestellt werden können, die sich in anderen Räumen befinden, teilten die Forscher mit.

Die bisherigen Forschungsergebnisse können als PDF(öffnet im neuen Fenster) kostenlos abgerufen werden.


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