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Mit ARM-Kernen & Geforce: Jensen Huang bestätigt Arbeit an Mainstream-SoC

Neben einem Mini-Computer für KI -Entwickler entwickelt Mediatek mit Technik von Nvidia Chips für den Massenmarkt.
/ Johannes Hiltscher
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Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt das GB10-SoC - die geplanten Mainstream-Varianten dürften kleiner sein. (Bild: Nvidia)
Nvidia-CEO Jensen Huang zeigt das GB10-SoC - die geplanten Mainstream-Varianten dürften kleiner sein. Bild: Nvidia

Mit Project Digits , einem Mini-Computer für KI-Entwickler, sorgte Nvidia im Rahmen der CES für einiges Aufsehen. Er enthält ein von Mediatek entwickeltes System-on-Chip (SoC), das Nvidias Grace-ARM-Kerne mit einer Blackwell-GPU kombiniert. Doch bei diesem Nischenmarkt will Nvidia es nicht belassen: Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , sagte CEO Jensen Huang auf die Frage eines Analysten während einer Präsentation für Investoren, Nvidia habe Mediatek auch mit der Entwicklung eines "energieeffizienten" SoC für den Einsatz in Mainstream-Produkten beauftragt.

Damit bestätigte Huang Gerüchte, die bereits 2024 aufkamen . Einen Zeitplan nannte Huang nicht, Mediatek soll das entwickelte SoC allerdings selbst vermarkten dürfen. Stimmen die Gerüchte, ist noch im laufenden Jahr 2025 mit einer offiziellen Vorstellung zu rechnen .

Während das GB10-SoC von Project Digits quasi eine geschrumpfte Version des Server-Systems GB200 ist, dürften die geplanten Mainstream-SoCs einfacher gestaltet sein. Anstatt zwei Chiplets über Nvlink-C2C (Chip-to-Chip) zu kombinieren, dürften sich CPU-Kerne und GPU wie bei AMDs Ryzen AI einen Chip teilen. Die AMD-Chips dürften auch Hauptkonkurrent des Nvidia-SoCs sein. Unklar ist, ob Mediatek hier ebenfalls Nvidias Grace oder andere ARM-Kerne mit einer Blackwell-GPU kombinieren wird.

Unterstützung bekommen Nvidias Pläne durch Windows on ARM, das den PC-Markt für Prozessorarchitekturen abseits von x86 öffnet. Huang erwähnte allerdings, dass Nvidia über das Windows Subsystem for Linux (WSL) auch Linux-Software nutzen will. So solle das SoC auch für KI-Entwickler attraktiv werden, die nicht gleich 3.000 US-Dollar für Project Digits investieren wollen.


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