Mit 3D-Druckern in ferne Galaxien: Die Abenteuer des gedruckten Raumschiffs

Der Weltraum, unendliche Weiten - und kein Baumarkt, kein Haus, kein Raumschiff in Sicht. Ein einziges Gerät wird künftig in der Raumfahrt unentbehrlich sein, denn es soll all diese Probleme lösen: der 3D-Drucker.

Artikel veröffentlicht am ,
3D-Drucker in Schwerelosigkeit: Selbst ist der Astronaut.
3D-Drucker in Schwerelosigkeit: Selbst ist der Astronaut. (Bild: Made in Space)

Wenn in 400 Kilometern Höhe etwas flöten geht, ist es - weg. Die Erfahrung machte am 18. November 2008 Heidemarie Stefanyshyn-Piper: Sie war zu dem Zeitpunkt Besatzungsmitglied auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) und gerade beim Außenbordeinsatz. Aus der Schmierpistole in ihrer Werkzeugtasche war Fett ausgetreten. Das wollte Stefanyshyn-Piper von ihrem Handschuh entfernen. Da entschwand die Tasche ins All. "Oh, super", kommentierte Stefanyshyn-Piper.

Künftig sollen Missgeschicke dieser Art auf der ISS kein Problem mehr darstellen: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) will einen 3D-Drucker auf die Station schicken. Damit sollen die Astronauten in der Lage sein, verlorenes Werkzeug oder kaputte Teile selbst herzustellen: Sie füttern den Drucker mit einer 3D-Datei des gewünschten Gegenstandes und halten diesen kurz darauf in Händen.

Doch der 3D-Drucker soll nicht nur als Baumarktersatz auf Weltraumflügen fungieren: Ohne 3D-Druck wird in der Raumfahrt künftig gar nichts mehr gehen. Wenn Menschen zu Asteroiden oder zum Mars flögen, dann werde eine solche Technik benötigt, um Volumen und Gewicht der Ladung möglichst gering zu halten, erklärte Nasa-Direktor Charles Bolden. Ganze Häuser sollen Astronauten in Zukunft auf einem anderen Himmelskörper mit einem 3D-Drucker aufbauen, Roboter sollen im All sogar Raumschiffe drucken. Wen wundert es da noch, dass die Nasa ihre Astronauten künftig auf langen Reisen mit gedruckter Pizza bei Laune halten möchte?

Plastik schmelzen in 400 Kilometern Höhe

Die extraterrestrische 3D-Druckerei wird konsequenterweise am Schauplatz von Stefanyshyn-Pipers "Oh, super"-Erlebnis beginnen: Im Juni 2014 wird die Raumfähre Dragon einen 3D-Drucker zur ISS befördern. Entwickelt wurde das Gerät von dem kalifornischen Unternehmen Made in Space, einer Ausgründung der Singularity University.

Stellenmarkt
  1. Leiter*in Fachdienst IT/CIO
    Landkreis Märkisch-Oderland, Seelow
  2. Softwareentwickler / Inhouse Consultant (m/w/d)
    Peters Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Moers
Detailsuche

Ausgangspunkt war ein herkömmlicher Desktop-3D-Drucker wie ein Replicator oder ein Ultimaker - also ein Drucker, der aus einem Kunststoffdraht per Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM) Gegenstände aufbaut. Doch die Schwerelosigkeit stellt den 3D-Druck vor ganz besondere Herausforderungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Drucken ohne Schwerkraft 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7.  


stoneburner 17. Okt 2013

das objekt klebt auf der druckplatte solange sie heiss ist. Wie wirkt sich deiner...

Ovaron 08. Okt 2013

Neuronale Netze modifizieren bisher nicht ihren Code sondern lediglich ihre Parameter...

rumblebee 07. Okt 2013

Mehr Frage als Antwort: Kann man nicht auch sagen, dass man sich im freien Fall (um die...

Hotohori 07. Okt 2013

Es muss ja auch nicht alles direkt gedruckt werden, Fenster könnten auch noch normal...

booyakasha 07. Okt 2013

Neinein... Er hat schon recht. Ich bin mir zu 105 Prozent sicher, dass sie dort Oben...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /