Abo
  • Services:
Anzeige
3D-Drucker in Schwerelosigkeit: Selbst ist der Astronaut.
3D-Drucker in Schwerelosigkeit: Selbst ist der Astronaut. (Bild: Made in Space)

Iglus drucken für die Mondmenschen

Werden vor Ort Teile gedruckt, müssen sie nicht mitgenommen werden. Warum nicht also gleich - statt alle Teile auf den Mond zu schaffen - eine Basis dort aus dem dort vorhandenen Gestein drucken?, hat sich die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) gedacht. Die nötige Technik gibt es, und das renommierte britische Architekturbüro Foster hat flugs einen Entwurf für so eine Mondstation erstellt.

Anzeige
  • Blick in ein Mondhaus, das das britische Architekturbüro Foster+Partners entworfen hat. (Bild: Foster+Partners)
  • So würde die Station auf dem Mond aussehen. (Bild: Foster+Partners)
  • Sie soll am lunaren Südpol errichtet werden. (Bild: Foster+Partners)
  • Wand aus simuliertem Mondgestein: Die Zellstruktur bietet Stabilität bei relativ geringem Gewicht. (Bild: Esa)
  • 3D-Drucker D-Shape im Einsatz (Bild: Monolite)
Blick in ein Mondhaus, das das britische Architekturbüro Foster+Partners entworfen hat. (Bild: Foster+Partners)

Die ersten Mondmenschen sollen, so der Plan, in Iglus leben, deren Mauern aus Mondsand aufgebaut werden. Den Drucker gibt es schon: D-Shape heißt das Gerät, das der Italiener Enrico Dini entwickelt hat, und er ist deutlich größer als der, den die Raumfahrer im kommenden Jahr auf die ISS bekommen: D-Shape besteht aus vier senkrechten Streben, die einen etwa 6 Meter großen Rahmen bilden. Der Druckkopf ist an den Streben aufgehängt.

Sand + Bindemittel = Mauer

D-Shape baut dreidimensionale Strukturen aus Sandstein. Dazu wird Sand 0,5 bis 1 Zentimeter aufgebracht und anschließend mit einem anorganischen Bindemittel, das aus mehreren Düsen versprüht wird, verklebt. Auf diese Weise hat Dini schon ein Trullo, ein traditionelles italienisches Rundhaus, gebaut.

Auf dem Mond soll D-Shape Regolith verwenden, um Mauern zu bauen, die Schutz vor Mikrometeoriten und Strahlung bieten sollen. Das Konzept der britischen Architekten sieht vor, dass die Astronauten den Innenraum, der aus einer aufblasbaren Kuppel und einem daran angesetzten Zylinder besteht, von der Erde mit zum Mond nehmen. Der 3D-Drucker errichtet darum eine Mauer. Diese wird nicht massiv sein, sondern eine hohle, geschlossene Zellstruktur haben, die bei geringem Gewicht hohe Stabilität bietet. Einen Prototyp hat das Londoner Architektenbüro schon gebaut: einen 1,5 Tonnen schweren Block. Er besteht aus Basaltgestein von einem Vulkan in Mittelitalien, das dem Mondgestein stark ähnelt.

3D-Drucken mit Regolith

Auch Amit Bandyopadhyay von der Universität des US-Bundesstaates Washington in Seattle baut im Auftrag der Nasa Gegenstände aus Mondgestein mit einem 3D-Druck-Verfahren auf. Er nutzt aber kein flüssiges Bindemittel, um den Regolith zu verkleben - er verschmilzt ihn mit einem Laser. Laser Engineered Net Shaping heißt das Verfahren, das dem Lasersintern ähnelt.

Bandyopadhyays Fazit: Das funktioniert. Mondsand besteht aus Aluminium, Eisen, Kalzium, Magnesiumoxiden und Silizium. Der könne, so fand sein Team heraus, mit einem Laser geschmolzen werden. Beim Erkalten bildeten sich nanokristalline oder amorphe Strukturen. Für die Tests hatte die Nasa den Forschern imitiertes Mondsediment zur Verfügung gestellt, aus dem diese verschiedene Gegenstände aufbauten.

Gegenstände aus Sand auf dem Mond aufzubauen, ist ungewöhnlich, aber letztlich nur einen logischen Schritt von einem irdischen Projekt wie dem Landscape House des niederländischen Architekten Janjaap Ruijssenaars entfernt. Nach Science-Fiction hingegen klingen die Pläne der US-Unternehmen Tethers Unlimited oder Deep Space Industries.

 Drucken ohne SchwerkraftRaumschiffe drucken im All 

eye home zur Startseite
stoneburner 17. Okt 2013

das objekt klebt auf der druckplatte solange sie heiss ist. Wie wirkt sich deiner...

Ovaron 08. Okt 2013

Neuronale Netze modifizieren bisher nicht ihren Code sondern lediglich ihre Parameter...

rumblebee 07. Okt 2013

Mehr Frage als Antwort: Kann man nicht auch sagen, dass man sich im freien Fall (um die...

Hotohori 07. Okt 2013

Es muss ja auch nicht alles direkt gedruckt werden, Fenster könnten auch noch normal...

booyakasha 07. Okt 2013

Neinein... Er hat schon recht. Ich bin mir zu 105 Prozent sicher, dass sie dort Oben...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, Berlin, Frankfurt, Ratingen, Stuttgart, München
  2. Sagemcom Fröschl GmbH, Walderbach (zwischen Cham und Regensburg)
  3. Hornetsecurity GmbH, Hannover
  4. Jobware Online-Service GmbH, Paderborn


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. auf Kameras und Objektive
  2. ab 486,80€

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: Marketing scheint bei Unity ein besonders...

    Lord Gamma | 21:17

  2. Was da wirklich angestellt wird weiß kein Mensch...

    DY | 21:16

  3. Re: Und wenn es keine 50 Mbit/s sind?

    bombinho | 21:16

  4. Re: Wannacry? Linux lacht :)

    pethager | 21:14

  5. Warum überhaupt VLC nutzen

    eXXogene | 21:13


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel