Mission Effiency: VW-Studie mit extrem niedrigem Verbrauch vorgestellt
Inhalt
Mit einer seriennahen Fahrzeugstudie lotet VW die Grenzen der Energieeffizienz bei Elektroautos neu aus. Der Mission Efficiency erziele einen cw-Wert von 0,158 und setze damit "eine neue Bestmarke für straßenzugelassene Automobile", teilte der Wolfsburger Autohersteller am 14. September 2026 mit(öffnet im neuen Fenster). Die Studie basiere auf dem Elektroantrieb des neuen ID.Polo und sei "das sparsamste seriennahe Elektroauto seiner Klasse".
Neben dem niedrigen cw-Wert weist der Mission Efficiency mit 2,08 qm eine geringe Stirnfläche auf, was im Produkt zu einer sehr niedrigen Widerstandsfläche führt. Diese ist mehr als 30 Prozent niedriger als bei der verbrauchsarmen CLA-Limousine von Mercedes-Benz.
Verkleidete Hinterräder und kleine Stirnfläche
Der niedrige Luftwiderstand resultiert laut VW "aus einer strömungsoptimierten Tropfenform, der kleinen Stirnfläche, aktiven Kühlluftklappen, verkleideten Hinterrädern und einem vollständig verkleideten Unterboden". Die Türen der Studie verfügen demnach über rahmenlose Scheiben, die Türgriffe sind versenkbar. Die Form erinnert an den Hybrid-Prototyp XL1, der 2002 als als Ein-Liter-Auto bekanntgeworden war.
Der aerodynamische Vorteil macht sich vor allem bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar. Der Mitteilung zufolge liegt der Verbrauch bei 80 km/h mehr als 30 Prozent unter demjenigen des Serien-Polo. "Bei 140 km/h benötigt der Mission Efficiency etwa so viel Energie wie der ID.Polo bei 100 km/h", heißt es weiter.
Optimierte Radhäuser
Nicht nur die äußere Form, auch die Rad-Reifen-Integration wurde laut VW aerodynamisch optimiert. Denn die Räder verursachten 25 bis 30 Prozent des Luftwiderstands. So werde Radlauf eng um den Radius des Reifens gelegt, um Verwirbelungen zu verringern. Zudem verhinderten an allen Rädern neue Felgendeflektoren, dass Luft in die Felgen eintrete und dort verwirbele. Aus der Serie übernommen wurden unter anderem die E-Maschine mit 99 Kilowatt und die Hochvoltbatterie. Der ID.Polo basiert auf der MEB+-Plattform von VW.
Auf einer sogenannten Idealfahrt mit einer konstanten Geschwindigkeit von 68 km/h lag der Verbrauch auf ebener Strecke bei 6,48 kWh/100 km. Auf einer Verbrauchsfahrt über eine Distanz von 1.278 km von Wolfsburg via Poznań (Polen) und Olmütz (Tschechien) nach Wien habe der Verbrauch bei 7,51 kWh/100 km gelegen. Ohne Berücksichtigung der Ladeverluste seien 6,89 kWh/100 km gemessen worden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke habe bei 67,72 km/h gelegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 138 km/h.
Den Verbrauch nach dem Prüfzyklus WLTP gibt VW mit 8,4 kWh/100 km an. Bei einer nutzbaren Akkukapazität von 54,9 kWh soll das Fahrzeug nach WLTP 654 km weit kommen.
Rückbank nur für Kinder geeignet
Mit einer Länge von 4,78 m ist der Mission Efficiency deutlich länger als der ID.Polo mit 4,05 m, allerdings mit einer Höhe von 1,39 m rund 14 cm niedriger. Das Coupé biete vier Sitzplätze und ein Kofferraumvolumen von 481 Litern. Allerdings können auf der Rückbank nur Personen mit einer Körpergröße bis 1,60 m Platz nehmen.
Ein interessantes Detail ist ein Stauraum in der seitlichen Karosserie. Um an diesen zu gelangen, lässt sich die Radabdeckung herunterklappen. Unter den Rücksitzen soll es ebenfalls zusätzliche Staufächer geben.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.