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Mission 1 Pro im Test: Die neue Gopro ist mehr als eine tolle Actioncam

Gopro startet durch: Größerer Sensor, bessere Low-Light-Qualität und Profi-Videomodi machen die Mission 1 zur vielseitigen Actioncam.
/ Peter Steinlechner
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Die Gopro Mission 1 Pro im Einsatz (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Die Gopro Mission 1 Pro im Einsatz Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. Mission 1 Pro im Test: Die neue Gopro ist mehr als eine tolle Actioncam
  2. Performance in dunklen Kellern
  3. Der nächste Netflix-Film entsteht mit Gopro
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Gopro hat die moderne Actioncam praktisch erfunden. In den vergangenen Jahren ging es mit neuen Kameras allerdings eher gemütlich voran: Neue Hero-Modelle boten zwar bessere Stabilisierung oder etwas höhere Auflösungen, der große Sprung blieb aber aus – der kalifornische Hersteller fiel gegenüber DJI und Insta360 (beide China) immer weiter zurück.

Über mehrere Hardwaregenerationen setzte Gopro im Kern auf ähnliche Sensoren und Konzepte. Deshalb überrascht die neue Mission-1-Serie: Ein relativ großer neuer Sensor und ein leistungsstarker Prozessor versprechen eine bessere Bild- und Videoqualität.

Golem hat die Mission 1 Pro – das bessere der beiden Grundmodelle – vorab vom Hersteller erhalten und ausgiebig getestet. Die Firmware war noch Beta, was sich nur in einem Punkt möglicherweise bemerkbar gemacht hat: Bilder mussten wir per SD-Karte, per App oder über das wacklig implementierte Android File Protocol auf den Rechner übertragen, einfach per USB ging das nicht.

Hoffen wir, dass diese wichtige Funktion zum Start bereitsteht. Davon abgesehen wirkte die Firmware ausgereift, auch die deutsche Übersetzung lag vor.

Datenblatt Mission 1 Pro
Gopro Mission 1 Pro
Sensor1-Zoll-Sensor ("1.0-Type")
Blende / Crop-Faktorf/2.8 (fix) / ca. 2,7x
ProzessorGP3
Größe80,1 × 52,1 × 44,3 Millimeter
Gewicht206 Gramm (mit Akku, ohne Sonnenblende)
Max. Videoauflösung8K60 16:9 (Mission 1: 8K30)
Open Gate8K30 + 4K120 (Mission 1: nur 4K120)
Zeitlupebis 32x Zeitlupe: 4K240 kontinuierlich und 1080p960 Burst-Modus (Mission 1: maximal 8x Zeitlupe)
Fotoauflösung / Pixelmaße50 MP oder 12 MP / 8.192 × 6.144 oder 4.000 × 3.000
RAW-Fotos50 MP RAW oder 12 MP RAW HDR
HDR / FarbprofileHLG HDR, 10-Bit, GP-Log2
Max. Bitrate240 MBit/s, mit GoPro Labs bis 300 MBit/s
BildstabilisierungHypersmooth mit Autoboost + Horizon Lock
Mikrofone4
Audio32-Bit-Float, Bluetooth 5.3, USB-C-Audio
Displays2,59-Zoll-OLED hinten + 1,4-Zoll-Frontdisplay
Akku / Laufzeit2.150-mAh-Enduro-2-Akku (lt. Hersteller Über 5 Stunden bei 1080p30)
MountsMagnet-Mount, GoPro-Finger, 1/4-20-Gewinde
Wasserdichtbis 20 m ohne Zusatzgehäuse

Schon nach wenigen Minuten mit der Mission 1 Pro wird klar: Das ist nicht einfach eine Hero unter anderem Namen. Die Kamera wirkt wie ein kompletter Neustart.

Größerer Sensor, größere Ambitionen

Das beginnt beim Gehäuse. Die Mission 1 Pro ist größer und dicker als klassische Gopros, scheint aber kompakt genug für Helm-, Brust- oder Fahrradmontagen. Gleichzeitig erinnert sie erstmals an eine echte kleine Kamera.

Hinter dem großen Objektiv vorn sitzt ein neuer 1-Zoll-Sensor. Zum Vergleich: Viele klassische Actioncams arbeiten weiterhin mit kleineren 1/1,9- oder 1/1,3-Zoll-Sensoren.

Die DJI Osmo Action 6 nutzt einen 1/1,1-Zoll-Sensor. Typische APS-C-Systemkameras oder Vollformatkameras bieten zwar nochmals mehr Fläche und damit potenziell mehr Lichtausbeute, doch für eine robuste Actioncam ist der Sprung enorm.

Im Video vergleichen wir die Mission 1 Pro mit der DJI Osmo Action 6, weil das die neue Actioncam eines Konkurrenten ist. DJI hat die Kamera vor wenigen Monaten veröffentlicht (Test auf Golem) und setzt ebenfalls auf einen vergleichsweise großen Sensor.

DJI Osmo Action 6 vs GoPro Mission 1 Pro
DJI Osmo Action 6 vs GoPro Mission 1 Pro (04:44)

Außerdem bietet die Osmo Action 6 eine variable Blende. Das ist bei wenig Licht interessant und etwas, das die Mission 1 Pro nicht bietet.

Die günstigere Mission 1 nutzt übrigens den gleichen 50-Megapixel-1-Zoll-Sensor und den gleichen GP3-Prozessor wie die Pro-Version, verzichtet aber auf einige der extremen Video- und Zeitlupenmodi unserer etwas teureren Variante.


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