Mission 1 Pro im Test: Die neue Gopro ist mehr als eine tolle Actioncam
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Gopro hat die moderne Actioncam praktisch erfunden. In den vergangenen Jahren ging es mit neuen Kameras allerdings eher gemütlich voran: Neue Hero-Modelle boten zwar bessere Stabilisierung oder etwas höhere Auflösungen, der große Sprung blieb aber aus – der kalifornische Hersteller fiel gegenüber DJI und Insta360 (beide China) immer weiter zurück.
Über mehrere Hardwaregenerationen setzte Gopro im Kern auf ähnliche Sensoren und Konzepte. Deshalb überrascht die neue Mission-1-Serie: Ein relativ großer neuer Sensor und ein leistungsstarker Prozessor versprechen eine bessere Bild- und Videoqualität.
Golem hat die Mission 1 Pro – das bessere der beiden Grundmodelle – vorab vom Hersteller erhalten und ausgiebig getestet. Die Firmware war noch Beta, was sich nur in einem Punkt möglicherweise bemerkbar gemacht hat: Bilder mussten wir per SD-Karte, per App oder über das wacklig implementierte Android File Protocol auf den Rechner übertragen, einfach per USB ging das nicht.
Hoffen wir, dass diese wichtige Funktion zum Start bereitsteht. Davon abgesehen wirkte die Firmware ausgereift, auch die deutsche Übersetzung lag vor.
| Gopro Mission 1 Pro | |
|---|---|
| Sensor | 1-Zoll-Sensor ("1.0-Type") |
| Blende / Crop-Faktor | f/2.8 (fix) / ca. 2,7x |
| Prozessor | GP3 |
| Größe | 80,1 × 52,1 × 44,3 Millimeter |
| Gewicht | 206 Gramm (mit Akku, ohne Sonnenblende) |
| Max. Videoauflösung | 8K60 16:9 (Mission 1: 8K30) |
| Open Gate | 8K30 + 4K120 (Mission 1: nur 4K120) |
| Zeitlupe | bis 32x Zeitlupe: 4K240 kontinuierlich und 1080p960 Burst-Modus (Mission 1: maximal 8x Zeitlupe) |
| Fotoauflösung / Pixelmaße | 50 MP oder 12 MP / 8.192 × 6.144 oder 4.000 × 3.000 |
| RAW-Fotos | 50 MP RAW oder 12 MP RAW HDR |
| HDR / Farbprofile | HLG HDR, 10-Bit, GP-Log2 |
| Max. Bitrate | 240 MBit/s, mit GoPro Labs bis 300 MBit/s |
| Bildstabilisierung | Hypersmooth mit Autoboost + Horizon Lock |
| Mikrofone | 4 |
| Audio | 32-Bit-Float, Bluetooth 5.3, USB-C-Audio |
| Displays | 2,59-Zoll-OLED hinten + 1,4-Zoll-Frontdisplay |
| Akku / Laufzeit | 2.150-mAh-Enduro-2-Akku (lt. Hersteller Über 5 Stunden bei 1080p30) |
| Mounts | Magnet-Mount, GoPro-Finger, 1/4-20-Gewinde |
| Wasserdicht | bis 20 m ohne Zusatzgehäuse |
Schon nach wenigen Minuten mit der Mission 1 Pro wird klar: Das ist nicht einfach eine Hero unter anderem Namen. Die Kamera wirkt wie ein kompletter Neustart.
Größerer Sensor, größere Ambitionen
Das beginnt beim Gehäuse. Die Mission 1 Pro ist größer und dicker als klassische Gopros, scheint aber kompakt genug für Helm-, Brust- oder Fahrradmontagen. Gleichzeitig erinnert sie erstmals an eine echte kleine Kamera.
Hinter dem großen Objektiv vorn sitzt ein neuer 1-Zoll-Sensor. Zum Vergleich: Viele klassische Actioncams arbeiten weiterhin mit kleineren 1/1,9- oder 1/1,3-Zoll-Sensoren.
Die DJI Osmo Action 6 nutzt einen 1/1,1-Zoll-Sensor. Typische APS-C-Systemkameras oder Vollformatkameras bieten zwar nochmals mehr Fläche und damit potenziell mehr Lichtausbeute, doch für eine robuste Actioncam ist der Sprung enorm.
Im Video vergleichen wir die Mission 1 Pro mit der DJI Osmo Action 6, weil das die neue Actioncam eines Konkurrenten ist. DJI hat die Kamera vor wenigen Monaten veröffentlicht (Test auf Golem) und setzt ebenfalls auf einen vergleichsweise großen Sensor.

Außerdem bietet die Osmo Action 6 eine variable Blende. Das ist bei wenig Licht interessant und etwas, das die Mission 1 Pro nicht bietet.
Die günstigere Mission 1 nutzt übrigens den gleichen 50-Megapixel-1-Zoll-Sensor und den gleichen GP3-Prozessor wie die Pro-Version, verzichtet aber auf einige der extremen Video- und Zeitlupenmodi unserer etwas teureren Variante.
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