Mission 1: Hands-on der neuen Gopro-Kameras zeigt Verbesserungen
Kurz nach der Ankündigung hat der auf Sporttechnologie spezialisierte Blogger DC Rainmaker die neue Actionkamera-Serie von Gopro nach mehrwöchigem Hands-on in einem Video vorgestellt(öffnet im neuen Fenster).
Zwar darf er vorerst weder Originalmaterial zeigen noch ein vollständiges Review veröffentlichen, seine Eindrücke fallen aber klar aus: Die Aufnahmen seien "wirklich, wirklich gut" und qualitativ ein deutlicher Sprung gegenüber bisherigen Actioncams.
Neben den bereits bekannten Kerndaten liefert sein Praxiseindruck vor allem zusätzliche Details zur Umsetzung. So bestätigt sich, dass Gopro bei der Mission 1 konsequent auf sehr hohe Datenraten setzt: Bis zu 240 MBit/s sind regulär möglich, über Gopro Labs sogar noch mehr.
Neues GP-Log-2-Profil zum Nachbearbeiten
Gleichzeitig bleibt die 10-Bit-Aufzeichnung erhalten, ergänzt um ein neues GP-Log-2-Profil mit angepasster Log-Kurve, das sich laut DC Rainmaker von bisherigen Varianten unterscheidet und stärker auf Nachbearbeitung ausgelegt ist.
Auch beim Sensor nutzt Gopro die zusätzliche Fläche offenbar vielseitiger als bislang. Neu ist unter anderem ein dedizierter Low-Light-Modus für 4K60, der laut ersten Eindrücken die bisherige Schwäche der Marke bei Dunkelheit deutlich reduziert.
Ergänzt wird das durch einen Cinematic-Farbmodus, der bereits im Kamera-Output eine andere Farbmatrix nutzt, sowie durch umfangreiche Einstellmöglichkeiten für Iso- und Verschlusszeit-Bereiche statt nur fixer Werte.
Interessant ist zudem, wie stark Gopro offenbar die Bedienung verändert. Aufnahme-Modi lassen sich nun temporär deaktivieren, statt sie komplett zu löschen, und globale Einstellungen können auf Wunsch auf alle Presets gleichzeitig angewendet werden.
Dazu kommt eine neue Live-Anzeige aller wichtigen Parameter am oberen Bildschirmrand – ein Detail, das aus dem Profi-Bereich übernommen ist.
Gopro Mission 1: Verfügbarkeit und Preise
Auch bei Stabilisierung und Sensorik gibt es neue Ansätze. Ein spezieller "Sport-POV"-Modus nutzt Gyro- und Beschleunigungsdaten gezielter, um schnelle Richtungswechsel sauberer darzustellen. Ein integrierter Lichtsensor erkennt zudem automatisch Netzfrequenzen und warnt vor Flicker-Problemen, etwa beim Filmen in Europa oder den USA.
Im Audiobereich öffnet sich Gopro deutlich: Neben Bluetooth-Headsets lassen sich erstmals auch beliebige USB-C-Mikrofone direkt anschließen. Zusätzlich unterstützt die Kamera 32-Bit-Float-Aufnahmen und erlaubt eine flexible Zuweisung der Mikrofoneingänge. Vier integrierte Mikrofone sollen dabei für bessere Stereoaufnahmen sorgen.
Ein weiterer praktischer Punkt aus dem Hands-on: Die neue Enduro-2-Batterie lädt extrem schnell (rund 80 Prozent in etwa 20 Minuten) und liefert in ersten Messungen teils sogar längere Laufzeiten als von Gopro angegeben. Gleichzeitig bleibt sie abwärtskompatibel zu älteren Modellen.
Nicht alles überzeugt: Funktionen wie interner Speicher oder direkter Upload auf lokale NAS-Systeme fehlen weiterhin. Und: Bei der Version mit Micro-Four-Thirds-Wechselobjektivanschluss gibt es keinen Autofokus.
Die günstigste Mission 1 kostet 600 US-Dollar, die Pro-Version liegt 100 US-Dollar darüber. Der Marktstart ist für den 28. Mai 2026 geplant. Die Variante mit Wechselobjektiv folgt voraussichtlich im dritten Quartal für 700 US-Dollar
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