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Mission 1: Gopro bringt 8K-Kinokameras im Kleinformat

Keine Knipse für Hobbysportler, sondern neuer Sensor und Chip für Profis: Gopro hat die Mission 1 vorgestellt.
/ Peter Steinlechner
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Artwork der Gopro Mission 1 (Bild: Gopro)
Artwork der Gopro Mission 1 Bild: Gopro

Fans von Gopro warten schon seit Längerem auf die Actioncam Hero 14. Stattdessen erweitert der Hersteller sein Portfolio in Richtung professionelle Filmtechnik und stellt mit der neuen Mission-1-Serie eine Reihe ultrakompakter Kinokameras vor.

Im Zentrum stehen nicht klassische Actioncam-Funktionen, sondern technische Eckdaten, die bislang eher größeren Cinema-Systemen vorbehalten waren.

Kern aller Modelle ist ein neuer 1-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln, der mit nativen 1,6-µm-Pixeln und im Quad-Bayer-Verbund auf bis zu 3,2 µm kommt. Das soll vor allem bei wenig Licht Vorteile bringen und einen Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen ermöglichen.

Zusammen mit dem neuen GP3-Prozessor – gefertigt im 5-nm-Verfahren und inklusive dedizierter NPU für KI-gestützte Bildverarbeitung – verspricht Gopro eine deutlich verbesserte Low-Light-Performance sowie effizientere Wärme- und Energieverwaltung.

Die Mission 1 Pro und Pro ILS erreichen 8K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit 240 fps. Für extreme Zeitlupen sind 1080p-Aufnahmen mit bis zu 960 fps möglich, allerdings nur in kurzen Bursts.

Codes für Profis

Das Basismodell bietet bis zu 8K30 und 4K120. Ergänzt wird das durch Open-Gate-Aufnahmen im 4:3-Vollsensorformat mit bis zu 8K30 beziehungsweise 4K120, was mehr Flexibilität beim Reframing erlaubt.

Auch bei den Codecs und Datenraten orientiert sich Gopro an Profi-Anforderungen: Bitraten bis 240 Mbit/s, 10-Bit-Farbtiefe inklusive GP-Log-Profil sowie HLG-HDR und Timecode-Synchronisation für Multikamera-Set-ups werden unterstützt.

Gleichzeitig integriert die Kamera KI-basierte Aufnahmeprofile, die Szenen automatisch optimieren, sich aber vollständig deaktivieren lassen.

Mission 1 Pro ILS mit Micro-Four-Thirds-Objektiven

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Laufzeit und Thermik. Laut Hersteller sind über fünf Stunden Aufnahme in 1080p und mehr als drei Stunden in 4K mit einer Akkuladung möglich. Möglich wird das durch den neuen Enduro-2-Akku sowie die Effizienz des GP3-Chips.

Neu ist zudem eine dritte, besonders hochwertige Variante: Die Mission 1 Pro ILS unterstützt Micro-Four-Thirds-Objektive und kombiniert damit Wechseloptiken mit Gopros kompakter Bauweise. Alle Modelle sind ohne Gehäuse bis 20 Meter Tiefe wasserdicht.

Vier Mikrofone, 32-Bit-Float-Aufnahme zur Vermeidung von Clipping und Bluetooth-5.3-Anbindung für drahtlose Mikrofone gehören zur Ausstattung. Ergänzend gibt es ein erweitertes Zubehörsystem mit Media-Mod, externen Anschlüssen inklusive Micro-HDMI sowie drahtlosen Mikrofonsystemen.

Die Mission-1-Serie startet Ende Mai 2026, weitere Varianten folgen im dritten Quartal – möglicherweise auch eine abgespeckte Hero 14 mit dem neuen Sensor und Chip. Preise nennt Gopro bisher nicht, in den kommenden Tagen dürfte es aber weitere Informationen im Rahmen einer Veranstaltung der National Association of Broadcasters ab dem 19. April 2026 geben.


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