Appelbaum wurde der Ausstieg angeboten

Appelbaum wurde bereits im März 2015 angeboten, seinen Posten niederzulegen: "Wenn du unter den genannten Bedingungen der Freistellung und des "Performance Improvement Plans" nicht weiter mit Tor zusammenarbeiten möchtest, kannst du zurücktreten und ein Entschädigungspaket wählen, dass drei Monate Gehalt und Zusatzleistungen auf dem derzeitigen Stand umfasst." Wenn er die Bedingungen annehme, aber im weiteren Verlauf dagegen verstoße, könne Tor die Zusammenarbeit ohne jede Entschädigung beenden.

Anschuldigungen werden konkreter

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Auch in der aktuellen Debatte gibt es neue Vorwürfe. So bestätigten drei Augenzeugen dem Magazin Gizmodo, dass Appelbaum eine junge Frau am Rande der 30. Ausgabe des Chaos Communication Congress (30C3) sexuell belästigt habe. Appelbaum sei mit mehreren Männern und einer Frau in die Lobby des Radisson Blu Hotels gegangen. Das Hotel liegt unmittelbar neben dem Congress-Zentrum, in dem die Veranstaltung in den vergangenen Jahren abgehalten wurde. Die Anschuldigungen stammen von der Tor-Entwicklerin Andrea Shepard und den Sicherheitsexperten Emerson Tan und Meredith Patterson.

Appelbaum habe seine Hände "überall an der Frau gehabt", diese habe sich sichtlich unwohl gefühlt, heißt es in den übereinstimmenden Statements. "Sie suchte nach ihrer Tasche. Sie haben eine Unterhaltung geführt, und sie sucht nach ihrer Tasche und kann sie nicht finden, sie wirkt sehr gestresst und Appelbaum versucht gewaltsam, sie zu küssen, greift ihren Arm und ihren Hintern, versucht, ihre Brüste zu erreichen", sagte Tan Gizmodo.

Die Frau hätte sich nicht selbst befreien können, daher sei er nach einigen Minuten an die beiden herangetreten und habe Appelbaum die Hand geschüttelt und ihn für seine großartige Arbeit bei Tor gelobt. Das habe der Frau 30 Sekunden bis eineinhalb Minuten gegeben, um aus der Situation zu entkommen und ihre Tasche zu finden. Später habe er die Frau in einer Ecke der Hotellobby gefunden. Sie habe "beherrscht" gewirkt, aber auch "aufgebracht", habe aber keine Polizei einschalten wollen.

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Die geschilderte Darstellung wird von Jill Bähring, die sich als "die Frau in der Story" beschreibt, bestritten. Sie habe den Abend mit Appelbaum und anderen verbracht. Es sei ihr nicht besonders gut gegangen an dem Abend, Appelbaum habe sie aber nicht belästigt, sie hätten geflirtet. Appelbaum habe sie nicht gegen ihren Willen berührt. Ob es sich tatsächlich um die in den Statements geschilderte Frau handelt, lässt sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Der CCC hat den Bericht auf Anfrage von Golem.de bislang nicht kommentiert. Auch das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, das in Deutschland mit Appelbaum zusammengearbeitet hat, will derzeit keine Stellung nehmen. Auf Anfrage von Golem.de schrieb ein Sprecher: "Angesichts der unübersichtlichen Faktenlage können wir keine Bewertung vornehmen. Mit Jacob Appelbaum gibt es derzeit keine gemeinsamen Projekte."

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 Missbrauchsvorwürfe: Appelbaum wurde bereits 2015 von Tor suspendiertSicherheitsexpertin erhebt öffentlich Anschuldigungen 
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