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Mirai: Toyota gesteht Flop bei Wasserstofflimousine ein

Toyotas Wasserstofflimousine, der Mirai, ist ein Ladenhüter. Grund ist laut Toyotas Chief Technology Officer die fehlende Infrastruktur.
/ Andreas Donath
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Toyota Mirai II (Bild: Toyota)
Toyota Mirai II Bild: Toyota

Der Toyota Mirai hat seit seiner Markteinführung kaum nennenswerte Absatzzahlen erreicht. Jetzt tritt Toyota auf die Bremse, wenn es um den Markt für Wasserstoffautos für Endkunden geht.

Die Ursache des Problems ist laut Toyota die Infrastruktur. In den USA gibt es nur 57 Wasserstofftankstellen, alle in Kalifornien. Ohne leicht zugängliche Betankungsmöglichkeiten verpufft das Interesse an Wasserstofffahrzeugen wie dem Mirai. Toyotas Chief Technology Officer Hiroki Nakajima sagte dem britischen Magazin Autocar(öffnet im neuen Fenster) zu, das Auto sei gefloppt.

Nakajima sagte, es sei "schwierig gewesen, ein robustes Wasserstofftankstellennetz zu realisieren". Das Unternehmen habe dennoch weiter in die Wasserstofftechnologie investiert, obwohl die Verkäufe des Mirai der ersten Generation nie mehr als 2.000 Einheiten pro Jahr erreicht hätten.

Der Mirai der zweiten Generation schaffte es ebenfalls nicht, nennenswerte Erfolge zu erzielen. Die Verkäufe überstiegen 2021 die Marke von 2.000 Einheiten, sind aber seither rückläufig, wie es in dem Bericht heißt.

Toyota scheint demnach seine Anstrengungen im Bereich Wasserstoff neu justieren zu wollen. Das Unternehmen sieht Potenzial für Wasserstoffverbrennungsmotoren im Rennsport und im Gelände und arbeitete kürzlich mit Honda, Suzuki und Kawasaki an einem wasserstoffbetriebenen Dünenbuggy.

Der Hersteller ist dem Bericht zufolge der Ansicht, dass sich Wasserstoff-Brennstoffzellen besser für Nutzfahrzeuge eigneten und kündigte kürzlich eine Partnerschaft mit Isuzu an, um wasserstoffbetriebene Lastwagen zu entwickeln.

Mirai II ist ein vollwertiges Auto

Der Antrieb des Mirai II hat mit 134 kW 20 kW mehr Leistung als der erste Mirai. Schneller fährt das Auto aber nicht: Die Höchstgeschwindigkeit ist wie zuvor bei 174 km/h abgeregelt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verbessert sich geringfügig auf 9,2 Sekunden.

Statt zwei wie der Vorgänger hat der neue Mirai drei Tanks mit einem Volumen von 144 Litern und einer Kapazität von 5,6 kg.

Ein größerer Tank liegt unter der Mittelkonsole, zwei kleinere unter Rückbank und Kofferraum. In diesem Bereich ist auch der Hinterradantrieb sowie der Akku verbaut, ein Lithium-Ionen-Akku mit 84 Zellen. Der neue Mirai fährt mit einer Tankladung gut 650 km weit.

Ob der Mirai allerdings eine Zukunft hat, ist nicht bekannt.


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