Mirai-Botnetz: Dyn bestätigt Angriff von zig Millionen IP-Adressen

Der Internet-Dienstleister Dyn hat erste Details zur schweren DDoS-Attacke vom vergangenen Freitag genannt. Demnach gab es drei Angriffswellen von unterschiedlichem Ausmaß.

Artikel veröffentlicht am ,
Gekaperte IP-Kameras haben auch Dyn angegriffen.
Gekaperte IP-Kameras haben auch Dyn angegriffen. (Bild: Mobotix)

Der Internet-Dienstleister Dyn ist nach eigenen Angaben am vergangenen Freitag das Opfer einer "ausgeklügelten und hoch verteilten Attacke mit zig-Millionen involvierter IP-Adressen" geworden. Das teilte das Unternehmen am Samstag nach einer vorläufigen Analyse der DDoS-Angriffe mit. Durch die Attacken waren zahlreiche große Internetfirmen wie Netflix, Twitter, Amazon oder Airbnb zeitweilig nicht zu erreichen.

Stellenmarkt
  1. Head of Engineering (m/w/d)
    Hays AG, Niedersachsen
  2. Fullstack Entwickler (m/w/d)
    Pfalzwerke Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Detailsuche

Dyn bestätigte bisherige Berichte, wonach es drei Angriffswellen gab. Die erste Welle, die um 7:00 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste einsetzte, sei nach etwa zwei Stunden eingedämmt gewesen. Dabei hätten Nutzer, deren Anfragen an Dyn-Server an der Ostküste gegangen seien, bestimmte Dienste nicht erreichen können. Die zweite Welle habe etwa fünf Stunden später begonnen und weltweite Ziele betroffen. Dieser Angriff sei nach einer Stunde abgewehrt worden. Die dritte Attacke konnte von Dyn demnach ohne Auswirkungen auf die Kunden eingedämmt werden.

Malware erlaubt Aufbau eigener Botnetze

Mit einer genauen Analyse hält sich Dyn vorläufig noch zurück. Es habe sich um eine "ausgeklügelte Attacke über verschiedene Angriffsvektoren und Internet-Standorte" gehandelt, teilte das Unternehmen zumindest mit. Mit Hilfe der Sicherheitsfirma Flashpoint und des CDN-Betreibers Akamai könne bestätigt werden, dass eine Quelle des Angriffs aus infizierten Geräten des Mirai-Botnetzes bestanden habe. "Wir haben zig-Millionen unterschiedliche IP-Adressen beobachtet, die in Verbindung mit dem Mirai-Botnetz stehen", hieß es.

Die dazugehörige Malware scannt offenbar das Netz nach Geräten ab, die mit Standardeinstellungen und ohne Firewall betrieben werden. Bei den Geräten handelt es sich vor allem um IP-Kameras verschiedener Hersteller, darunter Dahua, Hisilicon, Mobotix und Shenzhen Anran Security Camera. Aber auch Geräte bekannterer Hersteller sind darunter, unter anderem eine Kamera von Toshiba, ein Router von ZTE und Realtek und Xerox-Drucker.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, Virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Veröffentlichung des Quellcodes von Mirai hat nach Ansicht von Flashpoint dazu geführt, dass es sich um andere Botnetze als diejenigen handelte, die vor einem Monat die Seite des US-Sicherheitsforschers Brian Krebs unter Beschuss genommen hatten. Trittbrettfahrer hätten seitdem offenbar ihre eigenen Botnetze aufgebaut. Es sei daher nicht klar, ob eine Verbindung zwischen den früheren Attacken auf Krebs und den Angriffen auf Dyn bestehe. Auch der französische Hostprovider OVH war vom Mirai-Botnetz attackiert worden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


robinx999 24. Okt 2016

Heimnetzübersicht -> Netzwerkeinstellungen -> IPv6 Adressen da gibt es folgende Optionen...

ccmomi 24. Okt 2016

Nicht alles das hinkt ist ein Vergleich. Wenn man den Führerschein macht lernt man nicht...

picaschaf 24. Okt 2016

Wirklich sehr kluge Idee die MAC Adresse des Routers zu manipulieren... Ich hoffe dein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Optibike
E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
Artikel
  1. Krypto-Kriminalität: Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin
    Krypto-Kriminalität
    Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin

    Deutsche und internationale Behörden suchen nach den Hintermännern und -frauen von Onecoin. Der Schaden durch Betrug mit der vermeintlichen Kryptowährung geht in die Milliarden.

  2. Hassrede: Bayern will soziale Netzwerke bestrafen
    Hassrede
    Bayern will soziale Netzwerke bestrafen

    Der bayrische Justizminister fordert, bei der Verbreitung von Hassrede auch die Betreiber von sozialen Medien stärker zur Verantwortung zu ziehen.

  3. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /