Mirai-Antrieb: Toyota und Hino entwickeln Brennstoffzellen-Lkw

Mit zwei Wasserstoff-Antrieben des neuen Toyota Mirai soll der 25-Tonner bis zu 600 Kilometer weit kommen.

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Der Brennstoffzellen-Lkw soll eine Reichweite von 600 Kilometern haben.
Der Brennstoffzellen-Lkw soll eine Reichweite von 600 Kilometern haben. (Bild: Toyota)

Der japanische Autohersteller Toyota will zusammen mit dem Nutzfahrzeug-Spezialisten Hino Motors einen Brennstoffzellen-Lkw entwickeln. Das Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von bis zu 25 Tonnen soll mit zwei Antrieben der neuen Generation des Wasserstoff-Pkw Mirai ausgerüstet werden. Die Reichweite soll laut Pressemitteilung rund 600 Kilometer betragen.

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Das Fahrgestell des Toyota-Lkw, das auf dem zwölf Meter langen Hino Profia basiert, wurde der Mitteilung zufolge speziell für den Einsatz als Brennstoffzellenfahrzeug angepasst. Umfassende Gewichteinsparungen ermöglichten eine hohe Ladekapazität. Die genaue Antriebsleistung des im November 2019 vorgestellten neuen Mirai steht noch nicht fest. Nach Angaben von Toyota-Pressesprecher Andreas Lübeck ist aber davon auszugehen, dass der neue Synchronmotor stärker als der bisherige mit 114 Kilowatt (153 PS) ausfallen dürfte.

Hochdrucktanks mit 700 bar

Die Tanks zur Speicherung des Wasserstoffs sind laut Toyota auf einen Druck von 700 Bar ausgelegt. Damit ist der Druck etwa doppelt so hoch wie beispielsweise bei dem im Oktober 2019 vorgestellten Brennstoffzellenbus Caetano aus Portugal. Dieser basiert zwar ebenfalls auf dem Mirai-Antrieb, tankt jedoch nur mit einem Druck von 350 bar. Im April 2019 hat Toyota bereits eine Kooperation mit dem US-Lkw-Hersteller Kenworth für einen Brennstoffzellen-Lkw angekündigt.

In einem Interview mit Zeit Online erläuterte Toyota-Deutschland-Chef Alain Uyttenhoven zu den Toyota-Plänen für die Brennstoffzelle: "Kernelement eines brennstoffzellenelektrischen Antriebs ist der Stack. Davon werden nach den Olympischen Spielen in Tokio 30.000 produziert, die im Mirai II und in Bussen zum Einsatz kommen werden." Laut Uyttenhoven ist Toyota "überrascht von der hohen Nachfrage nach Brennstoffzellenbussen". Generell halte Toyota "Autos mit einer 800 Kilogramm schweren Batterie nicht für sinnvoll. Für Menschen, die viele Kilometer fahren, wird das wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenauto die bessere Lösung sein."

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Der Vorteil von Brennstoffzellen-Lkw im Vergleich zu batterieelektrischen Nutzfahrzeugen liegt unter anderem im schnelleren Tankvorgang und der höheren Speicherkapazität. Daher sieht die Bundesregierung den künftigen Einsatz von Wasserstoff in solchen Bereichen, "die langfristig nicht (ausschließlich) oder nur mit großem Aufwand direkt mit Strom versorgt werden können". Das gelte insbesondere "für den Schwerlast-, den Schiffs- und den Luftverkehr und im Pkw-Bereich beim Einsatz auf langen Strecken", heißt es in einem Kurzpapier zur nationalen Wasserstoffstrategie (PDF).

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