Miracast: Tablets funken Videos zum HD-Fernseher

Im August 2012 soll der erste Standard der WiFi Alliance für Miracast fertig sein. Android-Geräte können damit einen Fernseher drahtlos als Display verwenden. Mit Nvidia hat nun ein wichtiges Unternehmen Unterstützung für Miracast angekündigt.

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Miracast: Tablets funken Videos zum HD-Fernseher

Ee klingt nicht nur so wie Intels Wireless Display, sondern funktioniert auch ganz ähnlich: der vorgeschlagene Standard Miracast der WiFi Alliance. In einem Blogpost und einem Video hat Nvidia nun erklärt, dass das Unternehmen Techniken für den kommenden Standard entwickeln will. Bereits im Mai hatte die WiFi Alliance Miracast erstmals knapp beschrieben und Hard- und Softwarehersteller zur Entwicklung aufgerufen. Eine erste Spezifikation soll im August 2012 veröffentlicht werden, so lange wollte Nvidia offenbar nicht warten.

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Aus dem Video des Chipherstellers gehen aber immerhin einige der Vorzüge hervor, die Miracast gegenüber ähnlichen Lösungen bieten soll. Auffällig ist besonders die versprochene geringe Latenz, die auch schnelle Actionspiele möglich machen soll. Das wäre ein großer Vorteil gegenüber Wireless Display (WiDi), das immer noch mit Verzögerungen von einigen Zehntelsekunden kämpft und damit kaum spieletauglich ist.

Miracast soll wie WiDi funktionieren: Die Bilder des Tablets werden bereits in den Grafikeinheiten der Chips im mobilen Gerät komprimiert und dann per WLAN an den Empfänger geschickt. Dabei handelt es sich dann um eine Direktverbindung, ein Access Point ist nicht nötig. Gibt es einen solchen, soll das Tablet parallel zur Bildübertragung auch mit dem Internet verbunden bleiben können, es hält also wie bei WiDi zwei Verbindungen aufrecht.

Dual-Display und geringe Latenzen

Offenbar kann der Fernseher auch als zweiter Bildschirm für das Tablet dienen, und nicht nur als Klon des Tablet-Displays. Nvidia erwähnt ausdrücklich das Anzeigen eines Youtube-Videos im Vollbild auf dem großen Bildschirm, während auf dem Tablet der nächste Clip gesucht wird.

  • Die Kompression der Bilder findet im ARM-SoC statt (Bilder: Nvidia)
  • Vom Tablet zum Fernseher
Die Kompression der Bilder findet im ARM-SoC statt (Bilder: Nvidia)
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Der große Haken von Miracast ist wie auch bei WiDi die Notwendigkeit neuer Technik in den Fernsehern. In einem Whitepaper (PDF) spricht Nvidia dazu von "Miracast-fähigen Monitoren", sagt aber nicht, ob sich das per Software realisieren lässt. Bei Intels Lösung, die bisher nur für Notebooks verfügbar ist, ist ein eigener Empfängerchip nötig, den es bisher vor allem in Form von per HDMI angeschlossenen Boxen gibt. Intel bemüht sich aber - bisher mit wenig Erfolg - die WiDi-Chips auch in Blu-ray-Playern, Konsolen und Fernsehern direkt unterzubringen.

Während die Änderungen für Miracast bei Tablets sich wohl auf besseren Geräten noch per Software erreichen lassen, ist das bei Fernsehern nicht sicher. Insbesondere müssten diese Direktverbindungen und eventuell mehrere WLAN-Verbindungen zur gleichen Zeit unterstützen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich noch weder ein Hersteller von Fernsehern noch von Tablets wie beispielsweise Samsung oder Sony zu Miracast bekannt hat. Neben Nvidia hat bisher nur TI als Chiphersteller Unterstützung für die Technik angekündigt.

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