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Mir und Ubuntu: Shuttleworth vergleicht Kritiker mit Tea Party

Gewohnt streitlustig hat Canonical-Mäzen Mark Shuttleworth die Kritiker des Mir-Projekts als Tea Party der Open-Source-Community bezeichnet. Sie würden jeden neuen Stack aus rein politischen Gründen anfechten. Die Reaktionen kamen prompt.

Artikel veröffentlicht am ,
Mark Shuttleworth kritisiert seine Kritiker.
Mark Shuttleworth kritisiert seine Kritiker. (Bild: Golem.de)

Canonical-Gründer Mark Shuttleworth hat die Bekanntgabe des Namens der nächsten Ubuntu-Version für einen Angriff auf die Kritiker des Mir-Projekts genutzt. Er bezeichnete sie als "Open Source Tea Party", die neue Stacks aus rein politischen Gründen angriffen. Das Mir-Projekt interessiere die App-Entwickler gar nicht, sondern sei nur für 1 Prozent der Open-Source-Entwickler überhaupt relevant. Canonical werde an dem Projekt festhalten. Am Ende seines Blogeintrags verkündete Shuttleworth dann noch den Namen für Ubuntu 14.04: Trusty Tahr.

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Der Vergleich mit der Tea Party, die in den USA dem rechten politischen Flügel zugerechnet wird, hat Shuttleworth mit einem zwinkernden Smiley versehen. Diese Kritiker hätten beispielsweise aus Trotz und nach dem Not-invented-here-Syndrom (NIH) das Systemd-Framework entwickelt, statt Canonicals Upstart zu übernehmen, obwohl Systemd weitaus tiefer in bestehende Systeme eingreife. Die Kritiker passten ihre Toolkits lieber für Windows an als für Mir.

Mir werde mit Geschwindigkeit, Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz neue Maßstäbe für Open-Source-Software auf mobilen Geräten setzen und vor allem App-Entwicklern zugutekommen.

Kritik folgt auf Kritik

Ein Leser erinnerte Shuttelworth unter seinem Blogeintrag daran, dass er sich noch 2010 dazu verpflichtet habe, Wayland zu unterstützen, weil "die Entwicklung eines eigenen Displayservers zu kostspielig ist" und "die Probleme mit Wayland lösbar" seien. Mir werde allein für den Unity-Desktop entwickelt. Shuttleworth sei wohl davon überzeugt, dass Unity sich als Standarddesktop in der Linux-Welt durchsetzen würde. Es zieme sich auch nicht, als Leiter eines der größten Linux-Projekte die Opposition so zu kritisieren. Außerdem bauten nicht alle Linux-Projekte nur auf Toolkits auf. Einige, wie XBMC, müssten direkt auf Mir oder Wayland aufbauen, um die nötigen Direktzugriffe auf die Hardware zu erhalten.

Erst kürzlich war Canonical an der Finanzierung eines Smartphones unter dem Namen Ubuntu Edge gescheitert. Die bescheidenenÄnderungen in Ubuntu 13.10 zeigen, dass Canonical seine Ressourcen in die Entwicklung von Ubuntu Touch steckt statt in die Desktopvariante, die vor allem stabilisiert wird.

Bergziege als Maskottchen

Die Arbeit an Mir und Ubuntu Touch komme zwar gut voran, schreibt Shuttleworth weiter. Bis zum Frühjahr 2014 werde die Entwicklung von Ubuntu für mobile Geräte aber kaum stabil genug sein, um Ubuntu Touch als LTS-Version (Long Term Support) zu veröffentlichen. Daher werde Canonical weiterhin an der Stabilität der Desktopvariante arbeiten, die dann als Ubuntu 14.04 LTS alias Trusty Tahr veröffentlicht werde. Tahre sind ziegenähnlich Säugetiere, die in Bergregionen zu Hause sind.



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Yeeeeeeeeha 20. Nov 2013

Können wir das Zeug nicht einfach alles "im Kern unix-ähnliches Betriebssystem" nennen. ;)

Yeeeeeeeeha 20. Nov 2013

Hmja, das hört sich einerseits nach einem nachvollziehbaren Grund für die Entwicklung...

Anonymer Nutzer 22. Okt 2013

Wobei eine Whore wiederum kein Tier ist. Die Bitch steht für eine läufige Hündin...

Gormenghast 21. Okt 2013

Canonical hätte alle Energie in Plasma und Wayland stecken müssen. So ist der Zug für...

pythoneer 21. Okt 2013

Echt gruselig sowas oder? Sowas will ich bitte auch mal lesen, wenn irgendwas am...


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