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Mathe studieren nur mit Sondergenehmigung

Noch 1915 mussten sich Frauen mit Sondergenehmigungen den Zugang als Gasthörerinnen zu Vorlesungen über Mathematik erkämpfen, während naturwissenschaftliche Studiengänge Männer ohne weitere Zugangsvoraussetzung nach dem Schulabschluss als Studenten aufnahmen. Der Professor der ersten habilitierten Mathematikerin Emmy Noether 1919 (Noether-Theorem) musste auch für sie eine Ausnahmegenehmigung des preußischen Kultusministeriums erwirken. Das ist nun 100 Jahre her. Aber herrscht jetzt kein gleichberechtigter Zugang zu den Studiengängen?

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Nein, sagt Ulrike Struwe, Projektleiterin von "Komm, mach MINT". Sie geht davon aus, dass männlich geprägte Universitätskulturen in MINT-Berufsfeldern Frauen den Weg in diese Berufe erschweren, obwohl Frauen im gleichen Maße über analytisch-logische Kompetenzen verfügen. "Systeme, die von Männern rund um Software-Entwicklung geschaffen wurden, können dazu führen, dass sich Frauen weniger kompetent fühlen." Caroll Seron von der University of California beschrieb zum Beispiel in einer Studie, dass soziale Riten, etwa wenn männliche Lehrer und Kommilitonen Anekdoten aus ihrem Universitätsalltag erzählen, weiblichen Neuankömmlingen in Informatik unbewusst das Gefühl vermittelten, nicht als professionell zu gelten.

Förderprojekte wollen Rollenbilder ändern

Der Glaube an sich selbst, nicht das tatsächliche Können beeinflusse die Entscheidung für oder gegen einen MINT-Studiengang. Schon allein die geringe Anzahl von Frauen suggeriere Mädchen, dass es "nicht weiblich" sei, ihr Glück mit einem IT-Job zu versuchen. Da für viele junge Frauen gerade in der Pubertät ein Verhalten wichtig sei, das geschlechtsrollenkonform sei - und damit wenig mit Technik oder Informatik zu tun habe - würden Karrieren im MINT-Sektor allzu schnell verworfen, sagt Struwe Golem.de.

Förderprojekte wie "Komm, mach MINT" versuchen diese Rollenbilder durch selbstbestärkende "Ich kann das"-Bilder für Mädchen zu ersetzen. Denn auch andere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass nicht die Kompetenz, sondern das mangelnde Selbstvertrauen ausschlaggebend dafür ist, dass weniger Frauen MINT-Karrieren anstreben.

Auch hochbegabte Mädchen, bei denen man vermuten könnte, dass sie aufgrund ihrer exzellenten Leistungen in Mathematik, Informatik, Physik oder Chemie einen leichteren Zugang zu eher männlich stereotypisierten Wissensgebieten haben, wählten weniger MINT-Berufe, heißt es in einem Bericht des Ada-Lovelace-Projekts, das ebenfalls zum Ziel hat, genau solche Hemmungen abzubauen. Frauen gehe es im Allgemeinen bei der Berufswahl um die Erwartung, Beruf, Familie und Freizeit in Einklang bringen zu können, außerdem "mit Menschen zu kommunizieren oder einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft zu leisten", so die Autorin der Studie, Elisabeth Sanders, die MINT-Absolventinnen zu ihrem Werdegang befragt hat.

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 MINT: Werden Frauen überfördert?Nach wie vor gibt es zu wenige weibliche Vorbilder 
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am (golem.de) 17. Sep 2019

Da in Bezug auf diesen Artikel offenbar die sachlichen Argumente zum Thema erschöpfend...

supergurki 17. Sep 2019

Nein, das ist es nicht. Der Artikel erklärt auch nicht warum, sondern schiebt Gründe vor.

LRU 17. Sep 2019

Ich glaube dir, dass du es ehrlich meinst. Wenn man aus eigenem Interesse den Weg...

arthurdont 17. Sep 2019

Kann ich nicht bestätigen. In der FH wurden bei uns fast alle Arbeiten mit "unbegrenztem...

ZuWortMelder 17. Sep 2019

Dass bestimmte Berufe besser bezahlt werden, als jene, die gesellschaftlich wichtiger...


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