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MINT: Forscherinnen auf Youtube erhalten sexistische Kommentare

Informatikerinnen, Physikerinnen und Mathematikerinnen haben es laut einer Studie auf Youtube nicht leicht. Viele Kommentare beziehen sich demnach auf ihr Äußeres und sind beleidigend oder sexistisch.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Youtuberinnen Vanessa Hill (Braincraft) und Dianna Cowern (Physics Girl)
Die Youtuberinnen Vanessa Hill (Braincraft) und Dianna Cowern (Physics Girl) (Bild: Youtube-Channel: Braincraft)

Googles Videoportal Youtube ist wohl schwierig für Frauen, die einen wissenschaftlichen Channel betreiben. Das ergab eine Studie der australischen Forscherin Inoka Amarasekara, wie die New York Times berichtet. Den Angaben zufolge erhalten Frauen aber gleichzeitig generell mehr Likes und Kommentare pro Abruf als ihre männlichen Kollegen.

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Die Forscherin fand heraus, dass von den 370 beliebtesten Youtube-Kanälen im Bereich MINT, zu denen auch Mathematik und Informatik zählen, nur 32 von Frauen betrieben werden. Einen Grund dafür sieht Amarasekara in den teilweise diskriminierenden Kommentaren, die sie unter den Videos fand. Insgesamt hat sie für ihre Masterarbeit in wissenschaftlicher Kommunikation 23.000 Kommentare angeschaut und nach sechs Kategorien gefiltert: kritisch, feindselig, positiv, sexistisch/sexuell, eine Bemerkung zum Aussehen oder neutral. 14 Prozent der Kommentare stuft Amarasekara dabei als kritisch oder feindselig ein. Darunter waren Kommentare wie "Sie ist so hässlich, dass ich mich übergeben habe" oder "Ich habe nur auf ihre Brü ... ich meine Augen gestarrt". Zum Vergleich hat sie sich ebenfalls von Männern geführte Kanäle angeschaut. Dort stufte sie sechs Prozent der Kommentare als sehr kritisch ein.

Zudem beziehen sich laut der Studie mehr Kommentare auf das Aussehen eines Hosters, wenn dieser eine Frau ist: 4,5 Prozent im Vergleich zu 1,4 Prozent bei Männern. Drei Prozent der untersuchten Kommentare waren dabei sexistisch oder sexuell geprägt - verglichen mit 0,25 Prozent bei männlichen Sprechern. Generell scheint sich ein größerer Teil der Kommentare bei Frauen auf die Person als auf den Inhalt zu beziehen: etwa 15 Prozent gegenüber 10 Prozent bei Männern. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Studie aus dem Jahr 2014, die Kommentare unter den als TED-Talks bekannten Videos analysierte.

Pro Abruf mehr Zuspruch

Andererseits berichtet Amarasekara in ihrer Studie auch, dass Frauen verhältnismäßig mehr Likes und Abonennten pro Abruf bekämen. Außerdem sei die Anzahl positiver Kommentare etwas höher als bei von Männern geführten Kanälen. Die Schere zwischen kritischen und positiven Kommentaren scheint höher zu sein. Zudem sei die Kommentarspalte oft emotionaler aufgeladen.

Für einige Inhaltserstellerinnen seien aber gerade die sexistischen und aufs Äußere bezogenen Kommentare ein großes Hindernis für neue Kanäle, sagt die Youtuberin Ms. Graslie. Amarasekara bezieht sich dabei auf ein Video, indem sie auch das von Youtube schlecht regulierte Kommentarsystem zitiert. Dabei seien die kontroversen Kommentare meist als Erstes gelistet, da sie viele Likes und Antworten sammeln können. In einer Stellungnahme auf Anfrage der New York Times sagte Youtube, dass Hasskommentare nicht toleriert würden und dass Inhaltsersteller solche Kommentare selbstständig entfernen und für eine weitere Sichtprüfung markieren könnten. Trotzdem scheinen zum Zeitpunkt der Studiendurchführung genug feindselige Kommentare existiert zu haben.

Die Studie steht Interessenten als kostenpflichtiger Download zur Verfügung.



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frostbitten king 19. Jul 2018 / Themenstart

Oh bitte hör auf mit dem check your privilege Blödsinn.

Hotohori 18. Jul 2018 / Themenstart

Hast du seinen Beitrag auch zu Ende gelesen? Ich hab nämlich auch zuerst gedacht was das...

Clown 18. Jul 2018 / Themenstart

Interessant, nicht wahr? Und doch ist diese Einstellung zumindest in vielen Fällen...

frostbitten king 18. Jul 2018 / Themenstart

Viel genauer kann ich nicht schreiben was mich an deiner Argumentationslinie gestört hat...

azeu 17. Jul 2018 / Themenstart

Ich stimme Dir da auch zu. Die betroffenen YouTuber/innen selbst werden damit sehr viel...

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