Abo
  • Services:
Anzeige
E-Floater: Der Operator auf dem Lastfahrrad fährt Akkus aus.
E-Floater: Der Operator auf dem Lastfahrrad fährt Akkus aus. (Bild: BASF)

Miniscooter: E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile

E-Floater: Der Operator auf dem Lastfahrrad fährt Akkus aus.
E-Floater: Der Operator auf dem Lastfahrrad fährt Akkus aus. (Bild: BASF)

Zu Fuß gehen? Dann lieber floaten: Das Startup Floatility will im kommenden Jahr in der Hamburger Innenstadt einen Sharing-Dienst für Miniscooter einrichten. Der Nutzer mietet per App und rollert dann mit Elektroantrieb durch die Stadt. Vorausgesetzt, die Stadt spielt mit.
Ein Bericht von Werner Pluta

Mal eben von der U-Bahn ins Büro oder von zu Hause ins Café: Solche Wege können zu kurz sein, um das Fahrrad dafür zu bemühen, aber als Fußstrecke wieder recht lang. In vielen Städten gibt es inzwischen als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr Mietautos oder Mietfahrräder. Jetzt soll eine neue Kategorie von Mietvehikeln hinzukommen.

Anzeige

In Hamburg sollen eilige Fußgänger künftig auf kleinen Elektrorollern durch die Gegend flitzen. Diese können wie die Autos der Carsharing-Anbieter einfach auf der Straße aufgelesen und nachher wieder abgestellt werden. Die Idee dazu stammt von dem Startup Floatility. Wenn alles klappt, sind die Elektroroller ab dem kommenden Frühjahr in der Hamburger Innenstadt und in der Hafencity im Einsatz.

E-Floater kommen 25 Kilometer weit

E-Floater heißt der dreirädrige Roller, der aussieht wie die beliebten Mini-Klapproller oder Microscooter. Mit einem Unterschied: Der Fahrer muss nicht treten, um voranzukommen: Die Arbeit erledigt der Elektromotor. Das Gefährt fährt 25 Kilometer pro Stunde - ist also so schnell wie ein Pedelec. Mit einer Akkuladung kommt der E-Floater 25 Kilometern weit.

Das Gefährt sei eine Eigenentwicklung, sagt Daniel Priem, stellvertretender Chef von Floatility, im Gespräch mit Golem.de. Zwar gebe es eine Reihe von elektrisch betriebenen Leichtfahrzeugen. Aber die hätten nicht ihren Anforderungen entsprochen."Wir wollen ein Gefährt, auf dem auch jemand mit Schuhgröße 46 parallel mit beiden Füßen nebeneinander sicher stehen kann, das schnell genug fährt, um mit dem Fahrradverkehr mitzuhalten, das aber eben auch nicht zu schnell wird. Und das eine Reichweite von 25 Kilometern hat."

Floatility hat sein eigenes Vehikel entwickelt

Da es ein solches Gefährt nicht gab, hat Floatility es selbst entwickelt. Das Fahrzeug besteht weitgehend aus glasfaserverstärktem Kunststoff, der in Zusammenarbeit mit dem Chemiekonzern BASF entwickelt wurde. Die meisten der etwa 30 Einzelteile werden in Jakarta in Indonesien gefertigt. Zusammengebaut werden die E-Floater in Hamburg.

Das Nutzungsszenario wird so sein wie bei Sharing-Angeboten üblich: Der Nutzer installiert eine App auf dem Smartphone oder Tablet. Darauf bekommt er angezeigt, wo die freien E-Floater stehen. Er kann das Vehikel darüber reservieren oder mieten und losfahren. Abgerechnet wird im Minutentakt, die Fahrt kostet 15 Cent in der Minute.

Die Akkus werden getauscht

Ein Operator sorgt dafür, dass Kunden keinen E-Floater mit leerem Akku bekommen. Er ist auf dem Lastfahrrad mit 50 geladenen Akkus unterwegs und tauscht die leeren gegen volle aus. Der Akkus des E-Floaters sitzen in einem Gehäuse am Fuß des Lenkers; der Tausch dauert nur wenige Sekunden. Der Operator hat an seinem Fahrrad ein Tablet mit einer App, die ihm die Standorte der Floater und deren Akkustand anzeigt. In Zukunft könnten die E-Floater so gestaltet werden, dass sie autonom zu einer Ladestation fahren, wenn der Akku sich leert.

  • E-Floater (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
E-Floater (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Wichtig bei solchen Verleihangeboten ist, dass die Fahrzeuge immer in einem guten Zustand sind. Die Fahrräder des Hamburger Angebots Stadtrad, das mittlerweile das am meisten genutzte Fahrradleihsystem in Deutschland ist, werden regelmäßig per Lkw abgeholt und gewartet. Das will auch Floatility machen. Da ein E-Floater nur etwa 12 Kilogramm wiegt und wie ein Microscooter zusammengeklappt werden kann, reicht ein Lastfahrrad, um sie einzusammeln.

Der E-Floater gehört zu einer neuen Kategorie von Fahrzeugen.

Zulassung für neue Elektrofahrzeuge 

eye home zur Startseite
Doomchild 21. Jul 2016

Apropos "Kacke", "Floater" heißt übrigens nicht nur "Wasserleiche", sondern auch...

CatweazleFan 19. Jul 2016

Naja, ich nutze Fahrrad-Sharing-Dienste in verschiedenen Städten und bin damit ziemlich...

plutoniumsulfat 17. Jul 2016

Aber dann muss man sich ja bewegen :D

plutoniumsulfat 17. Jul 2016

Ok, jetzt verstehe ich das Problem. Sehr abenteuerlich, da würde ich nicht so langflitzen...

pk_erchner 16. Jul 2016

die haben nicht bezahlt ;-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Freie und Hansestadt Hamburg - Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg
  2. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
  3. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Landeshauptstadt München, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 99,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. PC 59,99€, PS4 69,99€ oder Ronaldo Edition 89,99€
  3. 109,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Folgen Sie uns
       


  1. Hasskommentare

    Koalition einigt sich auf Änderungen am Facebook-Gesetz

  2. Netzneutralität

    CCC lehnt StreamOn der Telekom ab

  3. Star Trek

    Sprachsteuerung IBM Watson in Bridge Crew verfügbar

  4. SteamVR

    Valve zeigt Knuckles-Controller

  5. Netflix und Amazon

    Legale Streaming-Nutzung in Deutschland nimmt zu

  6. Galaxy J7 (2017)

    Samsung-Smartphone hat zwei 13-Megapixel-Kameras

  7. Zenscreen MB16AC

    Asus bringt 15,6-Zoll-USB-Monitor für unterwegs

  8. Sonic the Hedgehog

    Sega veröffentlicht seine Spieleklassiker für Smartphones

  9. Monster Hunter World angespielt

    Dicke Dinosauriertränen in 4K

  10. Prime Reading

    Amazon startet dritte Lese-Flatrate in Deutschland



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mieten bei Ottonow und Media Markt: Miet mich!
Mieten bei Ottonow und Media Markt
Miet mich!
  1. Elektronikkonzern Toshiba kann Geschäftsbericht nicht vorlegen
  2. Zahlungsabwickler Start-Up Stripe kommt nach Deutschland
  3. Übernahmen Extreme Networks will eine Branchengröße werden

Qubits teleportieren: So funktioniert Quantenkommunikation per Satellit
Qubits teleportieren
So funktioniert Quantenkommunikation per Satellit
  1. Quantenprogrammierung "Die physikalische Welt kann kreativer sein als wir selbst"
  2. Quantenoptik Vom Batman-Fan zum Quantenphysiker
  3. Ionencomputer Wissenschaftler müssen dumme Dinge sagen dürfen

Skull & Bones angespielt: Frischer Wind für die Segel
Skull & Bones angespielt
Frischer Wind für die Segel
  1. Forza Motorsport 7 Dynamische Wolken und wackelnde Rückspiegel
  2. Square Enix Die stürmischen Ereignisse vor Life is Strange
  3. Spider-Man Superheld mit Alltagssorgen

  1. Re: 14,99¤ für eine Klasse?

    Vaako | 21:02

  2. Re: Mich beeindruckt das nicht.

    Heinzel | 20:48

  3. Marabout Seeing Medium Heiler

    feticheurchango | 20:48

  4. Re: Ist doch ganz einfach ...

    Keridalspidialose | 20:47

  5. Re: Unwahrheiten also verboten?

    unbuntu | 20:47


  1. 17:40

  2. 16:22

  3. 15:30

  4. 14:33

  5. 13:44

  6. 13:16

  7. 12:40

  8. 12:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel