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Für die FSF ist die Software wichtig

Noch restriktiver geht da die Free Software Foundation (FSF) mit ihren eigenen Zertifizierungen oder "Endorsements" - also Unterstützung - vor. Die FSF wurde von Richard Stallman gegründet, um freie Software zu fördern und schützen. Seit 2010 hat die FSF ein eigenes Hardware-Zertifizierungsprogramm namens Respects Your Freedom. Parallel dazu gibt es von der FSF das H-Node-Projekt, eine Datenbank, in der sämtliche Geräte aufgelistet werden sollen, die mit offener Software laufen sollen. Deren Kriterien hat Joshua Gay im Sinne der FSF und Stallmans erstellt. Nach deren Lesart wäre das Raspberry Pi keine offene Hardware. Denn die für den Betrieb der Platine benötigte Software steht noch nicht komplett unter einer freien Lizenz, da sie erst programmiert werden muss. Die Programme der FSF überprüften in erster Linie, ob Hardware mit freier Software laufe, sagte Donald R. Robertson von der FSF. Respects your Freedom unterstützt nur Hardware, die bereits mit ausschließlich freier Software ausgeliefert wird.

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Bei der FSF gehen die Richtlinien also weit über die der OSHWA hinaus. Die Software zu der Hardware muss unter einer freien Lizenz veröffentlicht sein, andere Lizenzen werden nicht akzeptiert. Sie darf auch keine Spyware oder Backdoors enthalten. Das steht explizit in den Anforderungen. Auf dem Gerät mit der freien Software dürfen auch nur freie Multimediaformate unterstützt werden und DRM-geschützte Multimediadaten sind zwar erlaubt, dürfen aber nur mit freier Software abgespielt werden. Das alles klingt nach Richtlinien, die für Benutzerrechner gedacht sind, kann aber durchaus auch auf Entwicklerplatinen oder andere eingebettete Geräte übertragbar sein.

Essenzielle Funktionen

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Richtlinien der OSHWA und der FSF betrifft aber sämtliche Hardware: Die FSF verlangt, dass alle das Gerät betreffenden Softwarepatente auf alle übertragen werden, die eine Kopie der dazugehörigen Software erhalten.

Die FSF-Webseite listet drei Geräte auf, die bislang die Zertifizierung nach Respects Your Freedom erhalten haben: der Laptop Gluglug X60, zwei WLAN-USB-Adapter von Thinkpenguin und einige 3D-Drucker von Aleph Objects, darunter das aktuelle Modell Lulzbot TAZ 3.0 mit einem Atmega-Chipsatz. Auch die dazugehörige Software, die für den Betrieb des Druckers benötigt wird, steht komplett unter der GPL, darunter Slicr3D für das Aufbereiten von Druckvorlagen und eine in Python programmierte Steuerungssoftware.

Laut Cern ist die Software egal

Eine klare Trennung zwischen Hardware und Software macht die Open-Source-Hardware-Lizenz des Cern, die sich von der TAPR Open Hardware License ableitet und als das Hardwarependant zur GPL bezeichnet wird. Dort heißt es, dass sich die Lizenz nicht auf die Firmware, Software oder Code für Hardware erstreckt, es sei denn, der ursprüngliche Entwickler erwähnt dies explizit. Lediglich die Dokumentation und damit das Layout oder der Aufbau der Hardware müssen unter die Cern-Lizenz gestellt werden.

Die Lizenz der dazugehörigen Software kann der Hersteller also frei wählen. Das Raspberry Pi wäre nach diesen Regeln ebenfalls keine offene Hardware, da die von Broadcom veröffentlichten Dokumente nicht zu dem darauf verbauten SoC gehören.

Auch wenn Broadcom jetzt zumindest Teile der Hardwarespezifikation für die GPU im Chip auf dem Raspberry Pi veröffentlicht hat: Im strikten Sinne der drei oben aufgeführten Regelwerke ist die Miniplatine immer noch nicht offene Hardware. Die Platine kann aber von jedem nachgebaut werden, die Komponenten sind allesamt frei verfügbar, und einen Schaltplan für das Raspberry Pi gibt es ebenfalls. Wenn es Entwicklern gelingen sollte, mit einem offenen Treiber sämtliche Funktionen in dem SoC auf dem Minirechner zu verwenden, dann wäre das Raspberry Pi zumindest im Sinne der FSF tatsächlich offene Hardware.

 Miniplatine: Ist das Raspberry Pi jetzt offene Hardware?
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HerrMannelig 09. Mär 2014

Du redest von einer schematischen Darstellung? Wo ist sie? Es wird dazu kein Link bereit...

HerrMannelig 07. Mär 2014

Wenn die Festplatte wirklich abschalten sollte, dann hört man das in der Regel an der...

MarioWario 06. Mär 2014

nie und nimmer wird das je Open-Hardware ! HDMI mit Copyright-Verschlüsselung und USB mit...

Pwnie2012 06. Mär 2014

vllt eine verwechslun mit dem arduino?

tangonuevo 06. Mär 2014

Nochmal die BSD-Lizenz nachgelesen. Sie erlaubt keine Relizensierung, aber Einbettung in...


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