Mining-Hype: Grafikkarten derzeit deutlich teurer
Wer aktuell eine Grafikkarte kaufen möchte, muss viel Geld dafür bezahlen. Modelle wie AMDs Radeon RX 580 kosten bei Verfügbarkeit teils fast 500 Euro, beim Marktstart waren es noch knapp unter 300 Euro. Auch die Radeon RX 570, einst für 230 Euro erhältlich, wechselt mittlerweile für locker 400 Euro den Besitzer. Selbst die älteren Radeon RX 480 oder Radeon RX 470 gibt es kaum noch oder nur zu überzogenen Preisen. Händler wie Mindfactory haben entsprechende RX-Karten gar komplett aus dem Angebot genommen.
Hintergrund ist das Ethereum-Mining, also das Schürfen dieser Kryptowährung mithilfe von GPUs. Die Berechnungen liegen Radeon-Modellen zwar besser, deren schlechte Verfügbarkeit treibt aber auch die Kosten für Nvidia-Grafikkarten nach oben. Die Geforce GTX 1060 ist für unter 300 Euro zwar noch gut lieferbar, die meisten Geforce GTX 1070 aber bewegen sich Richtung 550 Euro und viele Geforce GTX 1080 gibt es nicht unter 650 Euro. Gemessen an den Preisen von vor einigen Monaten beträgt der Aufpreis somit teils über 100 Euro.
Der Ethereum-Kurs sinkt
Da Grafikkarten alleine nicht lauffähig und professionelle Mining-Boards teuer sind, steigt die Nachfrage und damit der Preis für Consumer-Hauptplatinen(öffnet im neuen Fenster) mit vielen Slots. Bretter wie das Asus Z270-A mit sieben Steckpätzen und einem achten per M.2-auf-PCIe-Adapter kosten mehr als noch vor einigen Wochen, die Lieferbarkeit leidet hier aber bisher nicht. Einige Hersteller wie MSI verteilen mittlerweile spezielle BIOS-Versionen, um mehrere Grafikkarten zu betreiben; das Z270 Krait Gaming etwa schafft acht Pixelbeschleuniger.
In absehbarer Zeit dürfte sich die Situation jedoch entspannen: Damit Ethereum-Mining profitabel ist, müssen neben den initialen Hardware- und den dauerhaften Stromkosten noch die steigende Schürfschwierigkeit und der sinkende Wechselkurs der Kryptowährung beachtet werden. Letzter ist seit Mitte Juni von seinem Höchstwert von 350 Euro auf 200 Euro gefallen.
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