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Minimobilität: Bugatti stellt einen Elektro-Tretroller vor

CES 2022
Der erste Elektro-Bugatti wird kein Supersportwagen.
/ Werner Pluta
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Scooter von Bugatti: 700 Watt statt 16 Zylinder (Bild: Bugatti)
Scooter von Bugatti: 700 Watt statt 16 Zylinder Bild: Bugatti

Zwei Räder, nicht einmal 1 PS: Das erste Elektrofahrzeug der französischen Edelmarke Bugatti wird kein Supersportwagen, sondern: ein Roller.

Die französische Traditionsmarke Bugatti ist bekannt für sehr exklusive und teure Supersportwagen wie den Chiron , der in der günstigsten Ausführung knapp 2,7 Millionen Euro kostet. Der Chiron wie auch andere Bugattis werden von einem 16-Zylinder-Motor mit einer Leistung von mehr als 1.100 Kilowatt angetrieben.

Das erste Elektrofahrzeug wirkt da deutlich bescheidener: Zusammen mit dem Unternehmen Bytech aus Brooklyn, New York, entwickelt Bugatti einen elektrischen Scooter. Vorgestellt habe Bugatti das Gefährt, das für jedermann gedacht sei, in der vergangenen Woche auf der Elektronikmesse Consumer Electronics Show (CES), berichtet das Automagazin Carbuzz(öffnet im neuen Fenster) .

Der Roller wird demnach von einem 700 Watt starken Motor angetrieben. Er soll eine Höchstgeschwindigkeit von 18 Meilen pro Stunde ermöglichen, das sind knapp 29 km/h. Damit dürfte der Bugatti-Roller in den meisten europäischen Ländern nicht zulassungsfähig sein: In einigen gilt als zulässige Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, in anderen, darunter in Deutschland, sind nur 20 km/h erlaubt.

Der Akku hat eine Kapazität von 360 Wattstunden. Mit einer Ladung soll der Scooter etwa 35 Kilometer weit kommen. Der faltbare Tretroller wiegt knapp 16 Kilogramm und kann mit bis zu 110 Kilogramm beladen werden.

Bugatti wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, verschwand aber 1963 von der Bildfläche. Volkswagen erwarb die Namensrechte und gründete 1998 das Unternehmen Bugatti Automobiles. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern das Unternehmen an den kroatischen Elektrosportwagenhersteller Rimac. Er bleibt aber über die Sportwagentochter Porsche an dem Joint-Venture Bugatti-Rimac beteiligt: Porsche hält daran 45 Prozent.

Rimac baut Supersportwagen mit Elektroantrieb wie den Nevera . Der nächste Bugatti hingegen wird wieder von einem Verbrennungsmotor angetrieben. In einem zu Neujahr veröffentlichten Video(öffnet im neuen Fenster) kündigt Rimac-Gründer Mate Rimac mehrere Neuvorstellungen für nähere Zukunft an. Vielleicht ist darunter auch ein Elektro-Bugatti.

Der wird bestimmt teurer als der Roller. Wann und zu welchem Preis der auf den Markt kommen soll, ist aber noch nicht bekannt.


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