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Die Riesin: Capcom Home Arcade

Capcoms Minikonsole ist alles andere als mini. Mit einer Breite von über 70 Zentimetern beansprucht das Home Arcade genannte System ordentlich Platz. Die Gestaltung zeugt auf jeden Fall von Selbstbewusstsein. Die Verarbeitungsqualität ist zumindest, was die Steuerung angeht, über alle Zweifel erhaben. Die klickenden Switches von Sanwa und ein sehr robustes Äußeres machen einen guten ersten Eindruck. Bei unserem Testmuster hob sich allerdings die Plexiglasoberfläche an einer Seite ab. Ob das ein früher Produktionsfehler war oder auch spätere Modelle betrifft, können wir nicht sagen. Diese leichte Unsicherheit, ein nicht ganz ausgereiftes Produkt zu benutzen, zog sich durch unseren ganzen Test.

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Im Lieferumfang befinden sich neben dem USB-Netzteil zwei vorbildlich lange Anschlusskabel: Je zweieinhalb Meter für Strom und HDMI finden wir sehr praktisch.

Nach dem Einschalten begrüßt uns ein hakeliges Menü mit leicht nervender Musik und zeigt die Auswahl von 16 klassischen Spielhallentiteln. Zusatzinfos oder Artworks gibt es hier nicht. Dafür sind die meisten Titel auf zwei Spieler ausgelegt und hier glänzt die Capcom Home Arcade. Die Spieleauswahl ist super - sich zu zweit durch Final Fight zu schlagen ist ebenso unterhaltsam wie ein Gefecht in 1944 oder eine Prügelei in Street Fighter II Hyper Fighting. Selbst die unbekannteren Titel haben uns viel Spaß bereitet.

Nicht ganz so perfekt ist hingegen die Software. Der verwendete Emulator FB Alpha ist zwar stabil und liefert bei Grafik und Ton saubere Ergebnisse ohne nennenswerten Input-Lag - aber das war es auch schon. Die Bildoptionen sind lächerlich. Hier können drei Bildformate gewählt werden und es gibt einen Weichzeichnungsfilter, der jedes davon matschig aussehen lässt. Schlimmer ist aber das Bedienkonzept: Wann immer man ein anderes Spiel starten möchte, muss man die komplette 25-sekündige Bootsequenz durchlaufen. Es gibt keine Speicherstände. Das wäre sogar halbwegs erklärlich - schließlich sollen die erreichten Highscores ohne Schummeln online verewigt werden. Dummerweise funktioniert dieses Feature nicht, weil sich die dafür notwendige WLAN-Verbindung nicht herstellen lässt. Hatten wir schon erwähnt, dass die Menüführung hakelig ist?

  • Das SNES Mini Classic kommt mit zwei Controllern. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Modulschacht lässt sich nicht öffnen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller sind recht nah am Original. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Megadrive Mini hat etwas längere Kabel als die Konkurrenz von Nintendo. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Modulschacht kann ein funktionsloses 32x aufnehmen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller sind leider nur mit drei Buttons ausgestattet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Playstation Mini kommt wie die meisten Minikonsolen ohne Netzteil. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das CD-Laufwerk und der Knopf auf der rechten Seite sind lediglich angedeutet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller verzichten auf Analogsticks und Rumble-Funktion. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Capcoms Home Arcade hat mit 2,5 Metern die längsten Kabel. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Joysticks sind mit Mikroschaltern versehen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der USB-Port auf der Rückseite dient vermutlich für Updates - das verbaute WLAN-Modul stellte bei uns keine Verbindung her. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der C64 Mini hat nur einen Controller im Lieferumfang. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Tastatur ist funktionslos. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der nachgebaute Competition Pro verzichtet auf Mikroschalter, hat aber zusätzliche Knöpfe. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Im Neo Geo Mini ist ein 3,5 Zoll großer Bildschirm verbaut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Joystick hat keine Mikroschalter und die Bedienelemente sind recht eng beieinander. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich ein Mini-HDMI-Ausgang zum Anschließen an TV oder Monitor. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Capcoms Home Arcade hat mit 2,5 Metern die längsten Kabel. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Vielleicht lassen sich diese Probleme durch ein zukünftiges Update lösen, denn einen USB-Anschluss hat die Konsole. Bislang wurde die Software aber weder dadurch noch durch Hacks aufgewertet. Die Capcom Home Arcade kostet momentan rund 200 Euro.

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 Die milde Enttäuschung: Playstation ClassicDer Unkontrollierbare: C64 Mini 
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Spiritogre 07. Dez 2019 / Themenstart

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TarikVaineTree 04. Dez 2019 / Themenstart

Schritt 1 (für alle übrigens) wäre, über die Website ismyswitchpatched (Google) die...

Kakiss 04. Dez 2019 / Themenstart

Angeblich ist die Handhabung des FX-Chips beim Super Nintendo Mini besser, als die...

dEEkAy 03. Dez 2019 / Themenstart

Meine SNES vergilbt vorsich hin. Vielleicht verkaufe ich die mal, hab noch ca 30 Games...

Labbm 03. Dez 2019 / Themenstart

Nein. Egal welches Spiel ich bisher getestet habe, Controllerspiele sind mit Touchscreen...

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