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Die milde Enttäuschung: Playstation Classic

Als die Playstation Classic Ende 2018 herauskam, war unser Urteil schnell gefällt: Hardware okay, Software mangelhaft. Das optisch ansprechende kleine Plastikgehäuse hat drei Knöpfe und zwei USB-Buchsen an der Front für die zwei mitgelieferten Controller. Die Eingabegeräte basieren auf Sonys erstem Design, bieten also leider weder eine Rumble-Funktion noch Analogsticks, die Kabel haben eine Länge von 1,40 Meter.

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Kritisch wird es schon bei der von Sony getroffenen Auswahl an Spielen. Es sind 20 Titel installiert, darunter Klassiker wie Metal Gear Solid, Tekken 3 oder Final Fantasy 7. Warum sich auch Rainbow Six oder Cool Boarders in der Kollektion befinden, ist kaum nachvollziehbar. Sony hat vermutlich aus Lizenzgründen auf einige große Spiele wie Tomb Raider und Gran Turismo verzichten müssen und sie durch günstigere Titel ersetzt.

Sony setzt auf Open-Source-Emulation, um genau zu sein, auf eine Version von PCSX ReARMed. Die spielt zwar alle vorinstallierten Titel ab, tut dies allerdings nicht originalgetreu. So finden wir im Vergleich mit der Originalhardware häufig Grafik- und Soundfehler. In Ridge Racer 4 ist der Halleffekt beim Driften oder Überholen von Gegnern übersteuert. Farbübergänge zeigen starkes Banding und die Bildrate stockt und stottert noch häufiger als in den sowieso nicht immer flüssig laufenden Originalen. Komplette Aussetzer beim Soundmodul und eine je nach Spiel mehr oder weniger große Eingabeverzögerung komplettieren das insgesamt ungenügende Gesamtbild der Emulationsqualität. Ein weiteres großes Ärgernis ist die Integration von neun PAL-Versionen. Der PAL-TV-Standard hat Spielern schon in den Neunzigern einigen Spielspaß genommen, sofern die Entwickler keine aufwendigen Anpassungen vornahmen: Spiele liefen 17 Prozent langsamer, häufig war auch der Bildaspekt negativ beeinflusst.

  • Das SNES Mini Classic kommt mit zwei Controllern. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Modulschacht lässt sich nicht öffnen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller sind recht nah am Original. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Megadrive Mini hat etwas längere Kabel als die Konkurrenz von Nintendo. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Modulschacht kann ein funktionsloses 32x aufnehmen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller sind leider nur mit drei Buttons ausgestattet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Playstation Mini kommt wie die meisten Minikonsolen ohne Netzteil. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das CD-Laufwerk und der Knopf auf der rechten Seite sind lediglich angedeutet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller verzichten auf Analogsticks und Rumble-Funktion. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Capcoms Home Arcade hat mit 2,5 Metern die längsten Kabel. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Joysticks sind mit Mikroschaltern versehen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der USB-Port auf der Rückseite dient vermutlich für Updates - das verbaute WLAN-Modul stellte bei uns keine Verbindung her. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der C64 Mini hat nur einen Controller im Lieferumfang. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Tastatur ist funktionslos. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der nachgebaute Competition Pro verzichtet auf Mikroschalter, hat aber zusätzliche Knöpfe. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Im Neo Geo Mini ist ein 3,5 Zoll großer Bildschirm verbaut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Joystick hat keine Mikroschalter und die Bedienelemente sind recht eng beieinander. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich ein Mini-HDMI-Ausgang zum Anschließen an TV oder Monitor. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Die Playstation Mini kommt wie die meisten Minikonsolen ohne Netzteil. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Jeder Titel hat eine dedizierte virtuelle Speicherkarte. Hier können Spieler klassisch sichern. Um zwischen den Spielen zu wechseln, ist nur ein Druck auf die Reset-Taste erforderlich. Daraufhin wird der Zwischenspeicher ausgelesen und als weiterer Snapshot-Save gesichert. Jeweils ein solcher Speichervorgang ist für jedes Spiel verfügbar. Leider hat auch Sony wie Nintendo nicht an eine Kombination aus Knöpfen gedacht, um ohne den Druck auf die Reset-Taste ins Hauptmenü der Konsolen zu gelangen.

An sich lässt der verwendete Open-Source-Emulator PCSX ReARMed einige Konfigurationen zu. Sony nutzt sie schlicht nicht. So ist Hacking bei der Playstation Classic eigentlich Notwehr. Die Minikonsole ist momentan für rund 40 Euro erhältlich.

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 Der ewige Zweite: Megadrive MiniDie Riesin: Capcom Home Arcade 
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Top-OR 26. Mai 2020

Dem kann ich nur zustimmen. Top Gerät.

Spiritogre 07. Dez 2019

Für die XBox 360 / One gibt es die Rare Replay Collection. Die enthält ca. 30 Rare...

TarikVaineTree 04. Dez 2019

Schritt 1 (für alle übrigens) wäre, über die Website ismyswitchpatched (Google) die...

Anonymer Nutzer 04. Dez 2019

Angeblich ist die Handhabung des FX-Chips beim Super Nintendo Mini besser, als die...

dEEkAy 03. Dez 2019

Meine SNES vergilbt vorsich hin. Vielleicht verkaufe ich die mal, hab noch ca 30 Games...


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