• IT-Karriere:
  • Services:

Der ewige Zweite: Megadrive Mini

Nach etlichen Fehlschlägen mit dem Hersteller AT Games hat auch Sega endlich eine Minikonsole auf den Markt gebracht, die es wert ist, näher betrachtet zu werden. Und was wir sehen, gefällt uns auf Anhieb. Nicht nur der kleine Lautstärkeregler des Mega Drive Mini lässt sich verschieben, sogar der Modulschacht ist originalgetreu nachgebildet. Aber dabei bleibt es nicht. Eine Klappe verbirgt den Erweiterungsschacht, über den einst das CD-Laufwerk angeschlossen werden konnte. Wer möchte, kann sich das 32x und das Mega-CD als funktionslose Nachbildung kaufen und das Ungetüm auferstehen lassen, das das Mega Drive in Vollausstattung Mitte der 1990er Jahre war. Rein kosmetisch, versteht sich.

Stellenmarkt
  1. IDS GmbH, Ettlingen
  2. über SCHAAF PEEMÖLLER + PARTNER TOP EXECUTIVE CONSULTANTS, Nordrhein-Westfalen

Aber auch sonst gibt sich Sega keine Blöße: die Kabel sind mit gut zwei Metern für Controller und HDMI großzügig bemessen. Für Speicherstände und Reset können wir den Taster an der Konsole betätigen, aber auch einfach den Start-Knopf am Controller länger gedrückt halten. Überhaupt: die Controller! Wer hier über zu harte Tastendrücke und sperrige Knöpfe meckert, hatte offenbar nur gut eingespielte Joypads aus der alten Zeit in der Hand. Auch die Originale waren neu eher spröde. Schade hingegen: Statt sechs Buttons finden sich hier nur drei, was für speziell für Prügelspiele zu wenig ist. Wer damit partout nicht klarkommt, der muss zusätzlich mindestens 15 Euro für einen kompatiblen Retrocontroller mit sechs Knöpfen ausgeben.

Dafür werden wir mit einer exzellenten Spielauswahl verwöhnt. 42 Spiele sind vorinstalliert und decken so ziemlich jedes Genre der 16-Bit-Generation ab. Wer beim SNES Classic Mini über die Auswahl meckern würde, fände hier sicherlich die eine oder andere eher unbekannte Perle neben den Hits. Das Menü ist wahlweise mit Musik unterlegt und lässt sich anpassen. Wir können die Sprachversion wählen und bekommen dann die entsprechenden Cover und Informationen zum Spiel angezeigt, auch die Rückseiten der Modulpackungen sind wählbar.

  • Das SNES Mini Classic kommt mit zwei Controllern. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Modulschacht lässt sich nicht öffnen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller sind recht nah am Original. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das Megadrive Mini hat etwas längere Kabel als die Konkurrenz von Nintendo. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Modulschacht kann ein funktionsloses 32x aufnehmen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller sind leider nur mit drei Buttons ausgestattet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Playstation Mini kommt wie die meisten Minikonsolen ohne Netzteil. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Das CD-Laufwerk und der Knopf auf der rechten Seite sind lediglich angedeutet. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Controller verzichten auf Analogsticks und Rumble-Funktion. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Capcoms Home Arcade hat mit 2,5 Metern die längsten Kabel. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Joysticks sind mit Mikroschaltern versehen. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der USB-Port auf der Rückseite dient vermutlich für Updates - das verbaute WLAN-Modul stellte bei uns keine Verbindung her. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der C64 Mini hat nur einen Controller im Lieferumfang. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Tastatur ist funktionslos. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der nachgebaute Competition Pro verzichtet auf Mikroschalter, hat aber zusätzliche Knöpfe. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Im Neo Geo Mini ist ein 3,5 Zoll großer Bildschirm verbaut. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Joystick hat keine Mikroschalter und die Bedienelemente sind recht eng beieinander. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Auf der Rückseite befindet sich ein Mini-HDMI-Ausgang zum Anschließen an TV oder Monitor. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Das Megadrive Mini hat etwas längere Kabel als die Konkurrenz von Nintendo. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Bei der Emulation gibt es ebenfalls wenig auszusetzen - jedenfalls nicht mehr als bei der Konkurrenz. Mit einem leichten Input-Lag muss man ebenso leben wie mit nicht ganz originalgetreuem Sound und einem leichten Versatz. Die Bildschirmoptionen sollten am besten bei 4:3 im Originalformat bleiben und die nur zwei verfügbaren Hintergründe kann man getrost ignorieren. Der Scanline-Filter ist wie immer Geschmackssache. Pro Spiel gibt es vier Speicherplätze, die sich über den Reset-Taster an der Konsole oder über den Start-Knopf aufrufen lassen.

Die Sega-Minikonsole ist im Moment noch nicht hackbar. Das Mega Drive Mini ist derzeit ab 65 Euro zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Der Nachfolger: SNES Classic MiniDie milde Enttäuschung: Playstation Classic 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9
  11.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Spiritogre 07. Dez 2019 / Themenstart

Für die XBox 360 / One gibt es die Rare Replay Collection. Die enthält ca. 30 Rare...

TarikVaineTree 04. Dez 2019 / Themenstart

Schritt 1 (für alle übrigens) wäre, über die Website ismyswitchpatched (Google) die...

Kakiss 04. Dez 2019 / Themenstart

Angeblich ist die Handhabung des FX-Chips beim Super Nintendo Mini besser, als die...

dEEkAy 03. Dez 2019 / Themenstart

Meine SNES vergilbt vorsich hin. Vielleicht verkaufe ich die mal, hab noch ca 30 Games...

Labbm 03. Dez 2019 / Themenstart

Nein. Egal welches Spiel ich bisher getestet habe, Controllerspiele sind mit Touchscreen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Macbook Pro 16 Zoll - Test

Das Macbook Pro 16 stellt sich in unserem Test als eine echte Verbesserung dar. Das liegt auch daran, dass Apple einen Schritt zurückgeht, das Butterfly-Keyboard fallenlässt und die physische Escape-Taste zurückbringt.

Macbook Pro 16 Zoll - Test Video aufrufen
Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Apple-Betriebssysteme: Ein Upgrade mit Schmerzen
Apple-Betriebssysteme
Ein Upgrade mit Schmerzen

Es sollte alles super werden, stattdessen kommen seit MacOS Catalina, dem neuen iOS und iPadOS weder Apple noch Entwickler und Nutzer zur Ruhe. Golem.de hat mit vier Entwicklern über ihre Erfahrungen mit der Systemumstellung gesprochen.
Ein Bericht von Jan Rähm

  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht MacOS Catalina
  2. Catalina Apple will Skriptsprachen wie Python aus MacOS entfernen
  3. Apple MacOS wechselt von Bash auf ZSH als Standard-Shell

Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

    •  /