Mini-KI-Workstation: Nvidia zieht Preis für DGX Spark an
Nvidias KI-Mini-Computer DGX Spark war mit einem Preis von bislang 4.000 US-Dollar noch nie ein Schnäppchen. Den bereits hohen Preis hat der Hersteller nun noch einmal angehoben(öffnet im neuen Fenster) – um 17,5 Prozent auf 4.700 Euro. Der erwartbare Grund dafür sind die gestiegenen Speicherpreise, für die ironischerweise der KI-Boom verantwortlich ist.
Der DGX Spark ist hier mit 128 GByte besonders umfangreich ausgestattet. So lassen sich besonders große Modelle mit, je nach Quantisierung, weit über 100 Milliarden Parametern ausführen. Verbaut ist LPDDR5X-RAM, weshalb das verbaute GB10 SoC trotz 256-Bit-Anbindung eine deutlich niedrigere Speicherbandbreite aufweist als GPUs. Bei Inferenz erreicht das SoC damit niedrigere Token-Raten als GPUs, da hier die Speicherbandbreite üblicherweise der Flaschenhals ist.
Preislich wird der DGX Spark durch den höheren Preis deutlich unattraktiver. Wer dennoch mit dem Mini-PC liebäugelt, sollte allerdings nicht allzu lang abwarten. Denn die Speicherpreise dürften weitersteigen. Südkoreanische Medien(öffnet im neuen Fenster) berichten, dass Samsung und SK Hynix in aktuellen Verhandlungen teils verdoppelte Preise durchzusetzen versuchen. Die Knappheit scheint zudem ausgeprägter als bislang bekannt, so soll Samsung lediglich 60 Prozent der Nachfrage decken können.
Einige Händler haben Preissteigerungen noch nicht weitergegeben
Nvidia ist hier als Großkunde zwar besser aufgestellt, kleinere Kunden bekommen deutlich schlechtere Konditionen. Doch weitere Preissteigerungen des DGX Spark sind in der aktuellen Situation nicht auszuschließen.
Der aktuellen Preissteigerung des DGX Spark können Schnellentschlossene aber sogar noch zuvorkommen. Nvidia erhöhte im eigenen Shop den Preis zwar bereits, eine Reihe deutscher Händler zog allerdings aktuell noch nicht nach. Einige bieten den Mini-PC noch ab rund 4.300 Euro an. Alternativ lohnt ein Blick auf die Angebote anderer Hersteller – das GB10-SoC des DGX Spark wird auch von Asus, Dell, MSI und HP in eigenen Mini-PCs verbaut.
Wenn es nicht Nvidia sein muss, ist auch AMDs Ryzen AI Max+ 395 eine Option. Der kann ebenfalls mit bis zu 128 GByte kombiniert werden. Da allerdings der RAM den größten Kostenfaktor darstellt, werden die Preise letzten Endes recht nah beieinanderliegen.
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