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Mini-Display außen: Apples Falt-iPhone wird kleiner als gedacht

Apples erstes faltbares iPhone soll nur 5,3 Zoll messen – kleiner als das gescheiterte iPhone mini. Das Gerät soll als iPad für die Hosentasche fungieren.
/ Andreas Donath
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Mockup des iPhone Fold im gefalteten Zustand (Bild: Ben Geskin/X)
Mockup des iPhone Fold im gefalteten Zustand Bild: Ben Geskin/X

Apple plant offenbar eine radikale Abkehr von der Konkurrenz. Während Samsung und Google bei ihren Foldables auf möglichst große Außendisplays setzen, geht Apple den umgekehrten Weg. Laut aktuellen Branchenberichten(öffnet im neuen Fenster) soll das Außendisplay des kommenden Falt-iPhones gerade einmal 5,3 Zoll messen – sogar kleiner als die 5,4 Zoll des wegen mangelnden Erfolgs eingestellten iPhone mini.

Die Logik hinter dem Mini-Screen

Die kompakte Außenanzeige ist keine technische Notwendigkeit, sondern eine bewusste Designentscheidung. Bei Foldables gibt es einen grundlegenden Zielkonflikt: Je größer das Außendisplay, desto quadratischer wird der aufgeklappte Innenbildschirm. Und ein quadratisches Display ist für Videos und Split-Screen-Multitasking eher ungünstig.

Berichten zufolge soll das Innendisplay ein Seitenverhältnis von etwa 4:3 haben – ideal für Multitasking-Features aus iPadOS. Das Gerät würde damit eher als ultra-portables Tablet funktionieren denn als übergroßes Smartphone.

Der Vergleich mit der Konkurrenz ist eindeutig: Samsungs Galaxy Z Fold 7 kommt mit 6,5 Zoll Außendisplay, Googles Pixel Pro Fold mit 6,3 Zoll. Apples geplante 5,3 Zoll wären das kleinste Display im aktuellen Foldable-Markt.

Risiko oder Revolution?

Die Strategie impliziert, dass der zugeklappte Zustand nur für schnell zu erledigende Aufgaben gedacht ist – Benachrichtigungen checken, kurze Nachrichten tippen. Die eigentliche Nutzung soll im aufgeklappten Zustand stattfinden, wo der größere Bildschirm für Apps und Produktivität optimiert ist.

Doch diese Entscheidung birgt Risiken. Nutzer, die im zugeklappten Zustand ausgiebig browsen, tippen oder Apps nutzen wollen, könnten das kleine Display als Einschränkung empfinden.

Besonders brisant: Apple stellte das iPhone mini 2022 wegen schwacher Verkäufe ein. Verbraucher bevorzugen offenbar größere Displays. Nun sollen sie einen Preis von voraussichtlich 2.000 bis 2.500 Dollar für ein Gerät mit einem mini-großen Außenbildschirm zahlen, sofern sich die Gerüchte bestätigen.

Eine neue Gerätekategorie

Apple setzt darauf, dass Käufer das Foldable als neue Produktkategorie akzeptieren – nicht als Smartphone, das sich falten lässt, sondern als iPad, das in die Hosentasche passt. Aus dieser Perspektive ergibt das kompakte Außendisplay Sinn.

Der Launch ist den Gerüchten nach für September 2026 zusammen mit der iPhone-18-Pro-Serie geplant. Ob diese Design-Philosophie bei Konsumenten ankommt, wird sich zeigen. Content Creator Ben Geskin hat bereits Mockups basierend auf den berichteten Maßen erstellt(öffnet im neuen Fenster) , die die Proportionen des Geräts veranschaulichen.


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