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Mini-Actioncams im Vergleich: Insta360 Go Ultra gegen DJI Osmo Nano

Mini-Actioncams von Insta360 und DJI liefern trotz winziger Abmessungen erstaunlich viel Bildqualität und praktische Fernsteuerung per Dock.
/ Peter Steinlechner
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Insta360 Go Ultra (links) und DJI Osmo Nano magnetisch befestigt (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Insta360 Go Ultra (links) und DJI Osmo Nano magnetisch befestigt Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. Mini-Actioncams im Vergleich: Insta360 Go Ultra gegen DJI Osmo Nano
  2. Actioncams: Verfügbarkeit, Fazit und Alternativen

So viele hochwertige Actioncams wie im Jahr 2025 sind selten auf den Markt gekommen. Insbesondere die beiden chinesischen Unternehmen Insta360 und DJI haben viele neue Modelle vorgestellt – nicht nur mit optimierten Sensoren, sondern mit echten und spürbaren Innovationen und Verbesserungen, die neue Einsatzmöglichkeiten erschließen.

Sehr spannend finde ich die 360-Grad-Kameras. Aber noch mehr haben mich die neuen, quasi fernsteuerbaren Mini-Actioncams Insta360 Go Ultra und die DJI Osmo Nano begeistert.

Sie sind schnell einsetzbar, klein und leicht und mit einer Bildqualität, die zumindest bei guten Lichtverhältnissen mit den besten anderen Actioncams mithalten kann.

Ein paar Worte zum Marktbereiter und langjährigen Branchenprimus Gopro: Das Unternehmen hat 2025 zwei neue Kameras auf den Markt gebracht, nämlich die Rundum-Kamera Gopro Max 2 sowie die Lite Hero.

Letztere ist aber nur bedingt mit den beiden genannten Kameras vergleichbar, weil sie kein Dock und somit auch keine Fernbedienung hat und mit einem kleineren Sensor auskommt. Eine neue "große" Hero von Gopro ist laut Gerüchten erst im Frühjahr 2026 geplant.

Mini-Actioncams wie die Insta360 Go Ultra und die DJI Osmo Nano wollen möglichst viel Bild- und Tonqualität in ein extrem kleines, leichtes Gehäuse bringen. Beide Kameras verschwinden nahezu in der Handfläche.

Vergleich Insta360 Go Ultra und DJI Osmo Nano
Insta360 Go Ultra DJI Osmo Nano
Sensor 1/1.28" 1/1,3"
Video Maximale Auflösung 4K/60 fps 4K/60 fps
Foto Maximale Auflösung 8.192 x 6.144 Pixel (JPG + DNG) 7.424 × 4.176 Pixel (JPG + DNG)
Maximale FOV 156 Grad 143 Grad
Akkulaufzeit Go Standalone 70 Minuten 90 Minuten
Akkulaufzeit Camera + Pod 180 Minuten 200 Minuten
Standalone Größe 46 x 45,7 x 18,3 mm 57,3 × 29,5 × 28 mm
Standalone Gewicht 53 Gramm 52 Gramm
Pod Display 2,5 Zoll 1,96 Zoll
Interner Datenspeicher - (nur MicroSD) 64/128 GByte (plus MicroSD)

Außerdem lassen sie sich mit eingebauten und ziemlich starken Magneten an Zubehör, Straßenschildern, Briefkästen, Autos und mit mitgelieferten Halsbändern oder Klemmen vor der Brust sowie an der Mütze befestigen – mit klassischen Actioncams geht das nicht so einfach.

Das eigentlich Besondere: Sie werden über ein Dock gesteuert, das zugleich als Ladeeinheit dient. Das funktioniert auch, wenn dieses Dock und die eigentliche Kamera getrennt sind. Ich sehe dann also auf dem Bildschirm des Docks, was die Kamera gerade sieht, fotografiert oder filmt.

Das Display der Insta360 ist etwas größer und kann nach oben geklappt werden. Bei der DJI-Kamera lässt sich die Kamera in beiden Richtungen auf das Dock setzen, so dass man von hinten ebenso wie bei Selfies den Bildausschnitt sieht.

In der Praxis klappt das je nach Umgebung über eine Entfernung von zehn bis fünfzehn Metern, und es ist ziemlich praktisch: Man kann die Kamera irgendwo befestigen, den Bildausschnitt korrigieren und dann über die Dock-Fernbedienung alle Einstellungen vornehmen oder schlicht die Aufnahmen starten.

Natürlich geht das auch mit klassischen Kameras per Smartphone, aber mit den Docks funktioniert das Aufsetzen des Systems sehr viel unkomplizierter und schneller. Gerade bei Spaziergängen, auf Reisen oder beim Sport nimmt man so öfter eine Kamera mit, weil Gewicht und Aufwand kaum eine Rolle spielen und man oft kein separates Stativ oder sonstiges Zubehör benötigt.

Die Osmo Nano von DJI hat einen ganz praktischen Vorteil: Man kann die Kamera auch ohne Dock (und ohne Magnet) sinnvoll platzieren, etwa auf dem Boden oder auf einer Mauer. Mit der Go Ultra klappt das wegen der abgerundeten Kanten nicht, sofern kein weiteres Zubehör verwendet wird.

In den Grundfunktionen liegen beide Modelle sonst nahe beieinander. Sie filmen in 4K mit bis zu 60 fps, stabilisieren zuverlässig und haben brauchbare Mikrofone, die für Vlogs und Alltagssituationen völlig ausreichen.

Beide Kameras besitzen spezielle Nacht- und Low-Light-Modi, die in der Praxis gut funktionieren – allerdings jeweils etwas auf Kosten feiner Details, was bei derart kleinen Sensoren wenig überrascht.

Beide Kameras sind zudem bis zu 10 Metern Tiefe wasserdicht, allerdings nur in Form des reinen Kameramoduls – die Docks sind lediglich spritzwassergeschützt. Unter Wasser liefern beide brauchbare Ergebnisse, bei der Go Ultra empfiehlt sich für längere Einsätze aber die optionale Aqualens, da sie Verzerrungen durch Lichtbrechung reduziert.


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