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Actioncams: Verfügbarkeit, Fazit und Alternativen

Die Go Ultra nutzt einen 1/1,28-Zoll-Sensor und hat damit einen minimalen Größenvorteil gegenüber dem 1/1,3-Zoll-Sensor in der Osmo Nano. Sichtbar wird das vor allem bei Nacht oder bei sehr feinen Details. Bei Videos unterstützt die Osmo Nano dafür 10-Bit-LOG-Aufnahmen (D-Log M).

Dadurch lassen sich Schattenbereiche differenzierter bearbeiten, was die Bildqualität gerade bei kontrastreichen Motiven verbessert. Zudem schafft die Osmo Nano vierfache Zeitlupe in voller 4K-Auflösung, während die Go Ultra dafür auf 2,7K zurückgeht.

Die DJI bietet die etwas besseren Fotoserien, vor allem weil sie höher aufgelöst sind – während die Insta360 in diesem Modus eine deutlich niedrigere Auflösung verwendet. Dafür fehlt der Osmo Nano wiederum eine Foto-Intervallfunktion.

Wichtig sind die Unterschiede beim Speicher: Die Osmo Nano besitzt je nach Ausführung entweder 64 oder 128 GByte internen Speicher für Aufnahmen, zusätzlich kann sie mit einer MicroSD-Karte erweitert werden.

Die Go Ultra verzichtet komplett auf internen Speicher und setzt ausschließlich auf MicroSD – für manche praktisch, weil der Speicher flexibel bleibt, für andere ein Nachteil, weil ohne eingelegte Karte keine Aufnahmen möglich sind.

Ich gestehe: Ich bin ein Fan von fest verbautem Speicher und möchte das nicht mehr missen. Die Datenübertragung hat mit beiden Modellen auf Windows-PC und MacOS (per USB-C-Kabel) sowie drahtlos mit einem iPhone ohne jedes Problem funktioniert.

Bei beiden Kameras lässt sich der Objektivschutz im Schadensfall austauschen, was die Lebensdauer der Geräte erheblich verlängert – gerade bei Mini-Cams, die oft an ungewöhnlichen Orten befestigt oder nah an Objekte geführt werden.

Die Insta360(öffnet im neuen Fenster) Go Ultra ist ab 390 Euro verfügbar, für die DJI(öffnet im neuen Fenster) Osmo Nano sind mindestens 280 Euro fällig. Von beiden Actioncams gibt es teurere Editionen mit mehr Zubehör.

Fazit

Sowohl die Insta360 Go Ultra als auch die DJI Osmo Nano sind für mich vollwertige Actioncams mit hervorragender Bildqualität. Und selbst wenn Details minimal weniger gut erfasst werden als bei einigen größeren Kameras, machen die Knips-Knirpse diesen eher theoretischen Nachteil durch ihre Flexibilität mehr als wett.

Insta360 Go Ultra vs DJI Osmo Nano – Videovergleich
Insta360 Go Ultra vs DJI Osmo Nano – Videovergleich (01:36)

Im direkten Vergleich hat die Insta360 Go Ultra dank größerem Sensor leichte Vorteile, ebenso wie durch das größere und klappbare Display. Dafür punktet die DJI Osmo Nano mit dem internen Speicher und der Möglichkeit, die Kamera ohne Dock einfach und stabil abzulegen. Am Ende zeigt sich: Wirklich groß sind bei beiden nur die Möglichkeiten, nicht die Kameras.

Beispieldateien: Von Golem aufgenommene, unbearbeitete Video- und Bilddateien stehen hier zum Download (rund 930 MByte) bereit.

Alternativen: Vom Klassiker bis zur innovativen Kamera-Drohne

Wer lieber eine "klassische" Actioncam (quasi im Gopro-Formfaktor) mit noch minimal größeren Sensor und Akku haben möchte, kann bei den großen Herstellern Gopro, Insta360 und DJI nur zu einem wirklich neuen Gerät greifen, nämlich der DJI Osmo Action 6 ( Test auf Golem , ab 380 Euro).

Diese Actioncam bietet erstmals eine flexible Blende (f2 bis f4) sowie einen quadratischen Sensor, was mehr Flexibilität bei unterschiedlichen Videoformaten (quer vs hoch) erlaubt. Wie schon geschrieben, soll Gopro laut Gerüchteküche im Frühjahr die Hero 14 auf den Markt bringen.

Die drei genannten Hersteller haben alle neue 360-Grad-Actioncams veröffentlicht. Meine Empfehlung ist die Insta360 X5 ( Test auf Golem , ab 460 Euro), die eine sehr gute Bildqualität mit erstklassiger Software verbindet – das ist in dieser Kamerakategorie wegen des nötigen Reframings besonders wichtig.

Für Fans von Luftaufnahmen gibt es ebenfalls viel Auswahl: DJI hat unter anderem die kleine und unkomplizierte DJI Neo 2 ( Test auf Golem , ab 240 Euro) veröffentlicht, allerdings mit einem nicht allzu großen Sensor, was nur für eine gerade so noch ordentliche Bildqualität reicht.

Hervorragende Aufnahmen schafft die DJI Mini 5 Pro ( Test auf Golem , ab 800 Euro), die mit einem sehr guten 1-Zoll-CMOS-Sensor ausgestattet ist und in vielen Situationen beeindruckend klare, detailreiche Bilder liefert.

Eine Besonderheit wiederum stammt von einer Tochterfirma von Insta360: Die Antigravity A1 ( Test auf Golem , ab 1.400 Euro) ist die erste Drohne mit 360-Grad-Kamera, was per Headset ein beeindruckend freies Fluggefühl sowie neue und wirklich sinnvolle Optionen bei Filmaufnahmen erlaubt.


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