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Minecraft Dungeons im Test: Diablo im Quadrat

Minecraft Dungeons sieht aus wie ein Re-Skin von Diablo, ist viel einfacher aufgebaut - und fesselt uns trotzdem an den Bildschirm.

Ein Test von veröffentlicht am
Artwork von Minecraft Dungeons
Artwork von Minecraft Dungeons (Bild: Microsoft)

Ausgerechnet ein Artefakt namens Kugel der Dominanz steckt hinter allem Bösen in Minecraft Dungeons. Ob die Entwickler das als Witz gedacht haben? Denn auch die rosa schimmernde Dominanz-Kugel im Intro wird als Kubus dargestellt - wie alle Elemente in dem Spiel. Minecraft Dungeons schickt uns in den Kampf gegen die Schergen des fiesen Erz-Illager, den die "Kugel" - wie der Ring in den Tolkien-Büchern - zwar mächtig, aber auch böse gemacht hat.

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Mit der Handlung müssen wir uns nicht sehr intensiv beschäftigen. Sie ist ähnlich wie in Diablo nur der Anlass, uns aus der Vogelperspektive durch Monsterhorden zu prügeln. Am Vergleich mit Diablo führt auch jenseits der Story kein Weg vorbei: Minecraft Dungeons fühlt sich vom ersten Augenblick an wie der kleine Bruder des Hack-and-Slay-Klassikers von Blizzard.

Sogar die sehr gute Steuerung funktioniert mehr oder weniger so wie in Diablo. Das gilt sowohl mit Gamepad als auch auf Windows-PC mit Tastatur und Maus - Letzteres hat uns auch in Minecraft Dungeons etwas mehr Spaß gemacht. Eine weitere offensichtliche Ähnlichkeit mit Diablo ist die zuschaltbare Übersichtskarte.

Ein Unterschied: In Minecraft Dungeons sind die zum Teil prozedural generierten Umgebungen aus Blöcken aufgebaut. Wir spazieren also über Waldböden, Sumpflandschaften und Äcker aus Texturen, die aus vielen kleinen Quadraten bestehen. Trotzdem sieht das das Spiel schön, stimmig und recht abwechslungsreich aus.

Zum Start von Minecraft Dungeons können wir keine Klasse auswählen, sondern nur unterschiedlich aussehende Heldinnen und Helden mit den exakt gleichen Fähigkeiten. Auch das Waffen- und Ausrüstungssystem ist betont unkompliziert. Wir haben immer eine Nah- und eine Fernkampfwaffe ausgerüstet, mit denen wir die Horden an feindlichen Skelettkriegern oder Untoten abmurksen.

  • Einige der Spezialzauber sehen richtig gut aus. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Kugel der Dominanz ist keine Kugel ... (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte wählen wir den nächsten Abschnitt zum Schnetzeln. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Unser Lager wird nach und nach ausgebaut. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Im Inventar verwalten wir Fundstücke. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Pro Levelaufstieg gibt es einen Punkt zur Verbesserung der Ausrüstung. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Nicht nur die transparente Übersichtskarte erinnert an Diablo. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auch ohne Raytracing bietet die Grafik auf Basis von Unreal Engine 4 teils schöne Lichteffekte. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der PC-Version ... (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • ... erlaubt unter anderem spielen ohne Bildratenbegrenzung. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Tastatur der PC-Fassung können wir frei belegen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Am PC sieht Minecraft Dungeons am besten aus. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Belegung des Gamepad ist durchdacht. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Einige der Spezialzauber sehen richtig gut aus. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

In Diablo können wir einigermaßen sicher sein, dass am Ende einer dunklen Höhle irgendwo eine Belohnung wartet. Bei Minecraft Dungeons stehen wir öfter mal in einem leeren Raum. Ausrüstung und sonstige Extras sind längst nicht so wichtig.

Beim Absolvieren der je nach Spielweise 10 bis 15 Stunden langen Kampagne haben wir nur eine Handvoll Schwerter plus ein paar Dolche gefunden, bei den Fernkampfwaffen sah es in Sachen Bogen und Armbrust ähnlich aus. Dazu kommen Extras wie Dynamitkisten oder Schuhe, die vorübergehend die Laufgeschwindigkeit erhöhen.

Unser Held steigt in Minecraft Dungeons beim Leveln gar nicht auf. Stattdessen erhalten wir einen Verzauberungspunkt, mit dem wir eine Waffe oder Rüstung verbessern können. Damit lassen sich zwar spannende Sachen anstellen, etwa indem wir unserem Schwert einen zusätzlichen und schick aussehenden Blitzschlag spendieren. Auf Dauer fehlt dem Spiel dadurch aber ein bisschen Motivation.

In Minecraft Dungeons bekommen wir nach dem Tutorial an der Tintenfischküste ein Lager, von dem aus wir per Teleport (also Ladebalken) zu den jeweiligen Einsatzorten gebracht werden. Eine begehbare Welt am Stück gibt es nicht.

Das ist schade, kürzt aber die Laufwege erheblich ab. Praktisch: Auf der Übersichtskarte im Lager sehen wir, welches Extra wir in einem der Einsatzorte nicht gefunden haben, so dass wir erneut auf die Suche gehen können. Den Schwierigkeitsgrad können wir vor dem Wechsel dorthin manuell anpassen - für die beiden höheren müssen wir aber erstmal die Standardstufe geschafft haben.

Spieler können sich wahlweise allein durch die Welt schlagen oder im Koop-Modus mit bis zu drei Freunden gegen das Böse antreten. Das ist online, lokal sowie im lokalen Netzwerk (nicht mischbar) möglich. Crossplay zwischen Xbox und Windows-PC wird momentan nicht unterstützt, soll aber per Update nachgeliefert werden.

Minecraft Dungeons erscheint am 26. Mai 2020 für Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch und Windows-PC. Der Preis liegt bei rund 20 Euro; das Spiel ist Bestandteil von Xbox Game Pass (PC und Konsole). Das von den Mojang Studios produzierte Spiel bietet deutsche Sprachausgabe und Bildschirmtexte. Mikrotransaktionen sind zumindest derzeit nicht enthalten. Von der USK gab es eine Freigabe ab 12 Jahre.

Fazit

Von Minecraft die Klötzchenoptik, von Diablo der stark vereinfachte Rest: So fühlt sich Minecraft Dungeons an. Es ist ein bisschen schade, dass es praktisch keine inhaltlichen Elemente aus Minecraft in das Spiel geschafft haben. Zumindest das Sammeln von Ressourcen für ein simples Handwerks- und Basisbausystem hätte spannend sein können.

Spaß macht Minecraft Dungeons dennoch. Steuerung und Kampfsystem sind klasse, der Spielfluss stimmt. Es gibt viele abwechslungsreiche Monster und in den etwas späteren Abschnitten durchaus fordernde Bossgegner. Grafik und Atmosphäre finden wir ebenfalls gelungen. Allerdings hätten wir uns in den Kämpfen etwas mehr Wumms gewünscht - das kriegt Diablo 3 viel besser hin.

Auf Dauer fehlt es außerdem an Extras und Upgrades sowie an Waffen-, Klassen- und Rüstungsvielfalt. Aber Minecraft Dungeons will wohl auch gar nicht Monate oder Jahre fesseln, sondern Beschäftigung für ein paar Tage oder bestenfalls Wochen bieten. Und das schafft es!

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Kakiss 24. Mai 2020 / Themenstart

Naja, zu deren Verteidigung, bei Rare zum Beispiel wird mit Sicherheit schon vorher was...

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