Millionenbetrug: Brasilien verhaftet selbsternannten Bitcoin-König

Er nennt sich selbst Bitcoin-König Brasiliens, jetzt sitzt er im Gefängnis. Cláudio Oliveira soll Investoren um 244 Millionen Euro betrogen haben.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Ein weiterer Bitcoin-Betrug erschüttert Investoren.
Ein weiterer Bitcoin-Betrug erschüttert Investoren. (Bild: Getty Images)

Der Präsident des brasilianischen Krypto-Unternehmens Bitcoin Banco Group wurde verhaftet. Cláudio Oliveira, der sich selbst als Bitcoin-König Brasiliens bezeichnet, soll Investoren um umgerechnet rund 244 Millionen Euro betrogen haben. Die Ermittlungen gegen den Unternehmer laufen bereits seit zwei Jahren.

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Wie Heise Online berichtet, hatte Oliveiras Bitcoin Banco Group bereits 2019 den Verlust von 7.000 Bitcoins gemeldet. Auszahlungen an Kunden wurden gestoppt und ein Ausgleichsverfahren zur Vermeidung einer Insolvenz beantragt. Das ließ die brasilianischen Aufsichtsbehörden hellhörig werden. Unter der Bezeichnung Operation Daemon leiteten sie eine Untersuchung der Bitcoin Banco Group ein.

In diesem Zuge kamen die Ermittler 2020 zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen sich nicht an die vom Insolvenzgericht auferlegten Verpflichtungen gehalten hat und trotz seiner angeschlagenen finanziellen Lage aktiv um Neukunden warb.

Krypto-Betrug, Geldwäsche und weitere Vorwürfe

Jetzt erwirkte die brasilianische Bundespolizei 22 Beschlüsse für Durchsuchungen und Beschlagnahmungen gegen die Bitcoin Banco Group. Neben Cláudio Oliveira wurden vier weitere Mitarbeiter vorläufig festgenommen. Die Liste der Anschuldigungen ist lang.

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Neben dem Betrug der Investoren und dem Verstoß gegen das Insolvenzrecht sollen Oliveira & Co. Geldwäsche betrieben und als kriminelle Vereinigung Verbrechen gegen die Volkswirtschaft sowie das nationale Finanzsystem verübt haben. Unter den betrogenen Anlegern befinden sich laut Polizei auch Europäer und US-Amerikaner.

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Ob Oliveira und seine Angestellten tatsächlich verurteilt werden, bleibt abzuwarten. Brasilien gibt sich offiziell aufgeschlossen gegenüber dem Handel mit Kryptowährungen. Fest steht indes, dass der Betrug von Investoren im Krypto-Sektor zunimmt und die dabei unterschlagenen Summen immer größer werden.

Ähnlicher Betrug in Südafrika

Erst Ende Juni wurde bekannt, dass die Gründer der südafrikanischen Kryptobörse Africrypt sich mit 69.000 gestohlenen Bitcoins abgesetzt haben und seit Wochen spurlos verschwunden sind. Der für geprellte Anleger entstandene Schaden beläuft sich in diesem Fall auf mehrere Milliarden Euro.

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chefin 07. Jul 2021 / Themenstart

Keiner der dir Vorschriften macht, haben sie gesagt. Du alleine entscheidest und kein...

ChMu 07. Jul 2021 / Themenstart

Geht doch bei Bitcoin gar nicht? Das ist doch nur spekulieren? Das Geld ist ja nicht weg...

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